UN-Dekade: Drei Stadtnatur-Projekte ausgezeichnet

Fabian

Klimaflair in Großstadt
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Berlin, 25.9.2026: Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMUKN), Bettina Hagedorn, hat drei Projekte aus Berlin und Brandenburg im Rahmen der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen ausgezeichnet. Nach Darstellung des Ministeriums zeigten sie beispielhaft, wie Stadtnatur Lebensräume schaffe und zugleich für ein besseres Klima sorge.

Die drei Projekte gehören zu den sechs Gewinnerprojekten des Projektwettbewerbs 2025. Die Auszeichnung fand im BMUKN in Berlin statt.

Hagedorn erklärte, die Städte bräuchten mehr Natur. Stadtnatur sei Lebensraum für Tiere und Pflanzen, verbessere das Stadtklima und schaffe Orte für Erholung, Begegnung und Naturerfahrung. Angesichts immer häufigerer Hitzephasen im Sommer erlebe man gerade, wie wichtig solche Orte seien. Bäume, Parks und Grünflächen senkten die Umgebungstemperatur deutlich.

Die ausgezeichneten Projekte zeigten nach Aussage der Staatssekretärin, dass Wiederherstellung mitten in der Stadt gelingen könne. Überall in den Städten engagierten sich Menschen für mehr biologische Vielfalt und damit auch für das Wohlbefinden und die Gesundheit aller.

Blühflächen, Campusnatur und Schulwälder

Das Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf!“ der Deutschen Wildtierstiftung soll nach Angaben des BMUKN zeigen, wie auch in einer dicht besiedelten Großstadt neue Lebensräume für Insekten entstehen können. Seit 2018 wurden in allen zwölf Berliner Bezirken 93 Blühflächen mit insgesamt rund 56.000 Quadratmetern angelegt und naturnah gepflegt. Auf den Flächen wurden bislang 170 der 331 Berliner Wildbienenarten nachgewiesen.

Beim Projekt „Blühender Campus“ der Freien Universität Berlin (FU Berlin) engagieren sich seit 2019 Beschäftigte und Studierende. Ziel ist es, Natur und Biodiversität auf dem Campus zu fördern und erlebbar zu machen. Sichtbar wird die Veränderung laut Ministerium vor allem auf zahlreichen extensiv gepflegten Blühflächen.

Das Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ der Stiftung Zukunft Wald verbindet die Wiederherstellung von Waldökosystemen mit Naturschutzbildung. Schülerinnen und Schüler pflanzen in der Nähe ihrer Schule einen eigenen Wald und begleiten dessen Entwicklung. Das entstehende grüne Klassenzimmer dient als Lernort zum Beobachten und Erforschen der Natur. Das Projekt erhielt zusätzlich den UN-Dekade-Publikumspreis „Projekt des Jahres 2025“.

Stadtnatur in Konkurrenz zu anderen Nutzungen

Das BMUKN verwies darauf, dass Stadtnatur mehrere Funktionen zugleich erfülle. Parks und Grünflächen böten Raum für Begegnung, Bewegung, Erholung und Spiel, dienten als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und könnten zur Anpassung der Städte an die Folgen des Klimawandels beitragen.

Zugleich stünden naturnahe Flächen in Städten und Kommunen häufig in Konkurrenz zu anderen Nutzungsansprüchen. Die ausgezeichneten Projekte zeigten nach Auffassung des Ministeriums, wie sich Naturschutz auch unter diesen Bedingungen mit gesellschaftlichen und städtebaulichen Anforderungen verbinden lasse.

EU-Verordnung schreibt Erhalt von Stadtgrün vor

Seit August 2024 gibt es mit der EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO) erstmals ein rechtlich verbindliches Instrument zur Wiederherstellung der Natur in der Europäischen Union. Sie sieht vor, bis 2030 auf mindestens 20 Prozent der geschädigten Land- und Meeresflächen der EU Wiederherstellungsmaßnahmen zu ergreifen.

Die W-VO erfasst auch städtische Ökosysteme. Bis 2030 darf die nationale Gesamtfläche städtischer Grünflächen und die Baumüberschirmung, also die Kronenfläche, nicht sinken. Ab 2031 ist ein steigender Trend beim Stadtgrün vorgeschrieben.

Wettbewerb in zwei Kategorien

Das BMUKN und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zeichnen im Rahmen der UN-Dekade jährlich Projekte zu wechselnden Schwerpunktthemen der Ökosystem-Wiederherstellung aus. Seit 2025 werden Projekte in den Kategorien „Renaturierung“ und „Aktivierung“ prämiert.

Die Kategorie „Renaturierung“ richtet sich an Projekte zur praktischen Wiederherstellung von Ökosystemen, die Kategorie „Aktivierung“ an Projekte, die durch Kommunikation und gesellschaftliche Beteiligung dazu beitragen. Die ausgezeichneten Projekte erhalten ein Qualitätssiegel. Die nächste Wettbewerbsrunde findet 2027 statt.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des BMUKN vom 21.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.