Berlin, 20. Juli 2026: Aktuelle Daten des Umweltbundesamts (UBA) zeigen, dass die im Verpackungsgesetz festgelegte Mehrwegquote für Getränke von 70 Prozent weiterhin deutlich verfehlt wird. Im Jahr 2024 wurden lediglich 34,5 Prozent der Getränke in Mehrwegverpackungen angeboten. Einweg-Plastikflaschen blieben mit einem Marktanteil von 38,6 Prozent die am häufigsten verwendete Getränkeverpackung. Zugleich legten die besonders umweltbelastenden Getränkedosen gegenüber dem Vorjahr deutlich zu und erreichten einen Anteil von 5,8 Prozent. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wertet diese Entwicklung als Beleg dafür, dass die bisherige Mehrwegpolitik wirkungslos ist. Sie fordert Bundesumweltminister Schneider auf, die Förderung von Mehrwegverpackungen umgehend zu verstärken.
Mehrwegquote stagniert seit Jahren
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, erklärte, dass die Mehrwegquote seit 2020 lediglich zwischen 33,2 und 34,5 Prozent liege und damit weit von der gesetzlich vorgeschriebenen Quote von 70 Prozent entfernt sei.
Discounter setzen auf Einweg
Mitverantwortlich für diese Entwicklung seien nach Einschätzung von Metz große Lebensmitteldiscounter. Durch ihr teilweise ausschließliches Einwegangebot träfen sie bereits beim Einkauf eine unökologische Vorentscheidung für Verbraucherinnen und Verbraucher.
Fehlende Konsequenzen der Politik
Dass trotz der dauerhaft niedrigen Mehrwegquote weder Sanktionen noch wirksame Maßnahmen zur Förderung von Mehrwegverpackungen ergriffen würden, bezeichnete Metz als politische Bankrotterklärung.
Vorteile von Mehrwegverpackungen
Mehrwegflaschen sparten durch ihre vielfache Wiederverwendung und kurze Transportwege große Mengen an CO₂ und Ressourcen ein. Darüber hinaus sicherten Mehrwegsysteme deutschlandweit rund 145.000 Arbeitsplätze.
DUH fordert Abgabe und Förderfonds
Bundesumweltminister Schneider müsse die Nutzung von Mehrwegverpackungen nun entschlossen vorantreiben. Die DUH fordere deshalb einen von Einweg-Akteuren finanzierten Mehrwegförderfonds sowie eine Einwegabgabe von mindestens 20 Cent auf umweltschädliche Einweg-Plastikflaschen, Getränkedosen und Getränkekartons.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe e.V. vom 20.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet












