Berlin, 30.9.2026: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert, Bund und Länder setzten beim Deutschlandticket auf Preissteigerungen, während sie Benzin und Diesel mit Milliarden subventionierten. Sie fordert ein Deutschlandticket für 29 Euro und langfristig einen Preis von höchstens 49 Euro.
Zuschüsse eingefroren, Preis steigt
Nach Angaben der DUH haben Bund und Länder ihre Zuschüsse zum Deutschlandticket bis 2030 eingefroren. Heute werde voraussichtlich eine Preissteigerung auf rund 67 Euro im Jahr 2027 bestätigt. Damit wäre das Ticket innerhalb von vier Jahren um mehr als ein Drittel teurer geworden.
Für die Subventionierung von Benzin und Diesel stünden dagegen innerhalb kürzester Zeit Milliarden bereit, erklärte die DUH. Der ab morgen geltende Tankrabatt koste Bund und Länder rund 2,5 Milliarden Euro.
Kritik an Verkehrsminister Bilger
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, erklärte, beim Deutschlandticket würden Bürgerinnen und Bürger Jahr für Jahr mehr zur Kasse gebeten. Dies höhle das Versprechen einer sozialverträglichen und planbaren Finanzierung aus. Mit nur einem Teil der Kosten für den Tankrabatt hätte sich die erneute Preissteigerung nach Reschs Darstellung verhindern lassen.
Resch warf Verkehrsminister Bilger (CDU) eine autofixierte Politik vor. Diese lasse Millionen Menschen im Stich, die auf einen bezahlbaren und zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr angewiesen seien. Wer sich kein Auto leisten könne oder keines fahren könne oder wolle, müsse trotzdem zur Arbeit, zur Schule und zum Arzt. Resch bezeichnete den öffentlichen Nahverkehr als Daseinsvorsorge und gesellschaftliche Teilhabe. Bund und Länder machten ihn jedoch zum Verkehrsmittel zweiter Klasse.
Forderungen der DUH
Die DUH fordert als kurzfristige Entlastung ein Deutschlandticket für 29 Euro für zwölf Monate. Anschließend soll nach ihrem Willen ein dauerhaft stabiler Preis von maximal 49 Euro gelten.
Zusätzlich verlangte Resch ein bundeseinheitliches, vergünstigtes 29-Euro-Ticket für bestimmte Personengruppen. Außerdem forderte er eine Ausbauoffensive für Bus und Bahn sowie eine bundesweite Mobilitätsgarantie mit verlässlichen Mindeststandards für Stadt und Land.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vom 30.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet











