Veränderte Essgewohnheiten aus Umweltgedanken bei Deutschen

Nima

Auswahl an gesunden Lebensmitteln
© Daniel Vincek /stock.adobe.com

Ein Großteil der Verbraucher in Deutschland hat in den letzten Jahren seine Ernährungsgewohnheiten geändert, hauptsächlich aus Umweltbedenken, wie aus einer aktuellen weltweiten Umfrage des Marine Stewardship Council (MSC) hervorgeht, die zum Internationalen Tag des Meeres (8. Juni) veröffentlicht wurde.

Die Umfrage zeigt, dass Verbraucher heute eine größere Sensibilität für die Umweltauswirkungen ihrer Ernährung haben. Von über 27.000 Befragten in 23 Ländern haben mehr als 80 Prozent in den letzten zwei Jahren ihre Essgewohnheiten verändert. In Deutschland haben 1.087 von 1.375 Befragten ihre Ernährung angepasst. Als Hauptgrund für diese Veränderung nannten 55 % der Befragten in Deutschland die Umwelt, neben gesundheitlichen und finanziellen Aspekten.

Was hat sich konkret verändert bei Fleisch, Gemüse und Fisch?

Insbesondere der Konsum von rotem Fleisch wie Rind oder Lamm wurde in Deutschland reduziert, berichteten 48 % der Befragten. Gemüse hingegen erlebte einen Anstieg: 38 % essen heute mehr Gemüse als vor zwei Jahren. Beim Fischkonsum gaben 32 % an, weniger Fisch und Meeresfrüchte zu essen, während 6 % mehr konsumieren. Ein Drittel der Befragten äußerte den Wunsch, mehr Fisch zu essen, wenn die Nachhaltigkeit des Fischfangs gewährleistet wäre, ohne die Meeresgesundheit zu gefährden.

Das Bewusstsein in Deutschland für die ökologische Bedeutung der Meere wächst. 64 % der Befragten gaben an, dass sie angesichts von Extremwetter-Ereignissen der letzten Jahre ein stärkeres Bedürfnis verspüren, die Meere zu schützen.

Zudem erkennen immer mehr Menschen die Bedeutung nachhaltiger Fischerei für den Schutz der Fischbestände. 57 % der Befragten in Deutschland verbinden nachhaltigen Fischfang mit dem Schutz gefährdeter Arten, und 40 % sehen darin den Erhalt gesunder, nicht überfischter Bestände als wichtig an. Diese Elemente sind zentral für den Umweltstandard des MSC und damit grundlegend für jede MSC-Zertifizierung nachhaltiger Fischereien.

Menno Bax, Leiter des MSC für DACH und Benelux, betont: „Es liegt an uns allen, die Überfischung der Meere weltweit zu bekämpfen. Die Anerkennung nachhaltiger Fischer ist dabei entscheidend, um positive Veränderungen zu fördern. Als Verbraucher können wir unseren Teil dazu beitragen, indem wir beim Kauf von Fisch auf Nachhaltigkeit achten und uns am MSC-Siegel orientieren.“

Es bleibt dringend notwendig, die Nachhaltigkeit in der Fischerei weiter zu stärken.

MSC-zertifizierte Fischereien haben in den letzten drei Jahren über 400 Maßnahmen umgesetzt, darunter Schutzmaßnahmen für gefährdete Meerestiere und Lebensräume. Fischer, die nach dem strengen Umweltstandard des MSC zertifiziert sind, verpflichten sich, Fischbestände nachhaltig zu bewirtschaften und die Auswirkungen auf die Meeresumwelt zu minimieren.

Der Schutz der Meere und ihrer Artenvielfalt ist von zentraler Bedeutung für die Gesundheit unseres Planeten. Der Ozean bedeckt mehr als 70 % der Erdoberfläche und liefert mindestens 50 % des weltweiten Sauerstoffs. Er beherbergt die größte biologische Vielfalt der Erde und ist die Hauptproteinquelle für über eine Milliarde Menschen weltweit.

Die Ergebnisse der von GlobeScan durchgeführten Studie im Auftrag des MSC werden zum Tag des Meeres veröffentlicht. Dieser Tag, von den Vereinten Nationen am 8. Juni ausgerufen, dient seit 2008 dazu, das Bewusstsein für die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Meere zu schärfen und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Weltmeere zu fördern.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Marine Stewardship Council (MSC) / Veröffentlicht am 08.06.2024