Die vollständige Inbetriebnahme des Projekts Stuttgart 21 wird später erfolgen als ursprünglich angekündigt. Die geplante Eröffnung im Jahr 2026 wurde von der Bahn aufgehoben. Nach Einschätzungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) deuten interne Informationen darauf hin, dass technische Herausforderungen beim Digitalen Bahnknoten, in der Zulassung sowie im Betriebsablauf zu einer mehrjährigen Verzögerung führen könnten. Dadurch müsse der bestehende Stuttgarter Kopfbahnhof voraussichtlich länger weiterbetrieben werden.
Bedeutung für Gäubahn und Betrieb
Die DUH geht davon aus, dass die direkte Gäubahn-Anbindung damit vorerst erhalten bleibt. Zudem wird darauf verwiesen, dass der künftige Tiefbahnhof möglicherweise weniger Züge aufnehmen könne als ursprünglich geplant. Aus Sicht der DUH gewinnt der Kopfbahnhof damit für Fern- und Regionalverkehr weiterhin an Bedeutung. Die Organisation spricht sich außerdem dafür aus, die Planungen für den Pfaffensteigtunnel zu beenden und stattdessen in die Sanierung des bestehenden Netzes sowie die Zweigleisigkeit der Gäubahn zu investieren.
Hintergrund der DUH-Initiativen
Seit Jahren setzt sich die DUH für den Erhalt des Kopfbahnhofs und die direkte Gäubahn-Anbindung ein. Ein dazugehöriges Klageverfahren wird im März vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg verhandelt. Ziel ist, eine längere Unterbrechung der internationalen Bahnverbindungen aus dem südlichen Baden-Württemberg, der Schweiz und Norditalien zu vermeiden.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vom 19.11.2025












