Karlsruhe. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) haben ihre seit dreißig Jahren bestehende Zusammenarbeit erneuert und modernisiert. Im gemeinsamen Jubiläumsjahr – 200 Jahre KIT und 50 Jahre LUBW – unterzeichneten beide Einrichtungen eine aktualisierte Vereinbarung zur strategischen Kooperation. Damit verfolgen sie das Ziel, ihre erfolgreiche Partnerschaft weiterzuentwickeln und neue Impulse für eine zukunftsorientierte Umweltforschung in Baden-Württemberg zu setzen.
Rahmen der neuen Vereinbarung
- Bei der Veranstaltung „Innovative Umweltforschung in THE LÄND“ im KIT-Standort „TRIANGEL“ unterzeichneten Professor Dr. Thomas Hirth, Vizepräsident für Transfer und Internationales des KIT, sowie Dr. Ulrich Maurer, Präsident der LUBW, das neue Abkommen. Hirth erklärte in seiner Begrüßung, dass beide Institutionen im Jubiläumsjahr die Gelegenheit genutzt hätten, zentrale Themen ihrer langjährigen Arbeit zu beleuchten und gleichzeitig den Blick in die Zukunft zu richten. Er führte aus, dass frühere Vorgängereinrichtungen inzwischen im KIT beziehungsweise in der LUBW aufgegangen seien und sich die Inhalte der bisherigen Vereinbarungen weiterentwickelt hätten. Daher solle die Kooperation nun auf eine neue Grundlage gestellt und durch die Unterzeichnung offiziell dokumentiert werden.
- Die aktualisierte Vereinbarung sieht vor, eine langfristige, vertrauensvolle und umfassende Partnerschaft auf Augenhöhe zu etablieren – in den Bereichen Forschung, Lehre, Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer sowie gesellschaftlicher Dialog. Gemeinsam möchten die Partner ihre nationale und internationale Position nachhaltig stärken.
Wissensaustausch als Grundlage für Innovation
Auch der Präsident der LUBW hob hervor, dass beide Karlsruher Einrichtungen seit drei Jahrzehnten vom gegenseitigen Wissensaustausch profitieren. Er betonte, dass Forschungsergebnisse des KIT durch den Praxistransfer unmittelbar in der Arbeit der LUBW Anwendung finden und dort zur Entwicklung innovativer Lösungen beitragen. Im Gegenzug stelle die LUBW wichtige Monitoring-Daten und Messergebnisse bereit. Diese enge Verzahnung werde als wesentlicher Innovationsmotor der Umweltforschung angesehen. Darüber hinaus positioniere sich die LUBW als moderner Arbeitgeber in Karlsruhe, der Studierenden einen direkten Berufseinstieg am Studienort ermögliche.
Schwerpunkte für zukünftige Kooperationen
Mit der erneuerten Vereinbarung soll die Zusammenarbeit auf weitere Themenbereiche ausgedehnt und intensiviert werden. Rund 80 Teilnehmende beider Institutionen stellten dazu ihre aktuellen Projekte vor, um neue Kooperationsansätze zu identifizieren. Künftig sollen insbesondere folgende Themenfelder im Mittelpunkt stehen: Klimawandel und Klimaanpassung, Grundwasser und Wasserwirtschaft, sauberes Wasser und Hochwasservorhersage, medienübergreifende Umweltbeobachtung, Bodenschutz als Lebensgrundlage, Circular Economy, saubere Luft und Lärmminderung, erneuerbare Energien, Radioaktivität und Strahlenschutz sowie Digitalisierung und Umweltdaten.
Unterstützung durch die Stadt Karlsruhe
Die Beteiligten dankten der anwesenden Bürgermeisterin Bettina Lisbach, die in Karlsruhe für Umwelt, Natur und Klimaschutz zuständig ist, für die verlässliche Unterstützung der Stadt. In ihrem Grußwort machte sie deutlich, dass auch die Stadt von der engen Zusammenarbeit zwischen KIT und LUBW profitiere und diese Partnerschaft einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung leiste.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Baden-Württembergischen Landesanstalt für Umwelt vom 06.11.2025











