Start des Naturschutzprojekts für Bäche, Moore und Bergwiesen im Thüringer Wald

Fabian

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Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) haben mit der konkreten Umsetzung des Naturschutzgroßprojekts „Bäche, Moore und Bergwiesen im Thüringer Wald“ begonnen. Aus diesem Anlass besuchte Bundesumweltminister Carsten Schneider den Ort Rennsteig bei Schmiedefeld. Ziel des Projekts ist es, den charakteristischen Biotopverbund aus Bächen, Mooren und Bergwiesen im Herzen des Thüringer Waldes ökologisch zu stärken. Gleichzeitig soll der Wasserrückhalt in der Region verbessert und das prägende Landschaftsbild langfristig erhalten werden. Die geplanten Maßnahmen unterstützen nicht nur den Schutz besonderer Tier- und Pflanzenarten, sondern tragen auch zum Klimaschutz sowie zur Anpassung an steigende Temperaturen bei. Das Bundesumweltministerium fördert das Vorhaben im Rahmen des Programms „chance.natur“ mit rund 7,8 Millionen Euro.

Bedeutung des Projekts für Region und Naturschutz

Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärte, dass das Projekt sowohl der Natur als auch der Bevölkerung vor Ort zugutekommen werde. Neben den Wäldern prägten auch Bäche, Moore und Bergwiesen das Landschaftsbild des Thüringer Waldes, befänden sich jedoch teilweise in einem schlechten Zustand. Daher sollen diese Lebensräume wiederhergestellt werden, um Tiere und Pflanzen zu schützen und zugleich das einzigartige Landschaftsbild zu bewahren.

Weiter führte er aus, dass die Maßnahmen dazu beitragen würden, mehr Wasser in der Landschaft zu halten. Angesichts zunehmender Dürreperioden und der Auswirkungen des Klimawandels sei dies wichtiger denn je. Der Erhalt des Thüringer Waldes habe für ihn persönlich und für viele Menschen eine große Bedeutung, da sich hier Naturschutz und regionale Identität besonders eng miteinander verbinden.

Finanzierung und beteiligte Partner

Für das Umsetzungsprojekt stellt das Bundesumweltministerium rund 7,8 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ bereit. Ergänzend beteiligt sich der Freistaat Thüringen mit etwa 1,6 Millionen Euro. Weitere rund eine Million Euro kommen von der Naturstiftung David als Projektträgerin, die dabei von zusätzlichen Partnern unterstützt wird. Das Bundesamt für Naturschutz begleitet das Projekt sowohl fachlich als auch administrativ.

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Zehnjährige Umsetzungsphase

Mit Beginn der Umsetzung startet eine rund zehnjährige Projektphase. Grundlage dafür bildet ein Pflege- und Entwicklungsplan, der im Rahmen eines vorherigen Planungsprojekts gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus der Region erarbeitet wurde.

In diesem Zeitraum sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die den typischen Biotopverbund aus Bächen, Mooren und Bergwiesen wiederherstellen und stärken. Verschiedene regionale Akteursgruppen werden aktiv in die Umsetzung einbezogen, darunter insbesondere Vertreter aus der Landwirtschaft sowie zuständige Gewässerunterhaltungsverbände.

Schutz bedrohter Arten und Nutzen für Bevölkerung

Die Maßnahmen sollen langfristig den Bestand verschiedener Tier- und Pflanzenarten sichern, die im Projektgebiet vorkommen. Dazu zählen unter anderem Schwarzstorch, Feuersalamander, Arnika, Torfmoose und Wollgras. Diese Arten stellen hohe Anforderungen an ihre Lebensräume und sind daher auf intakte und miteinander verbundene Ökosysteme angewiesen.

Für die Bergwiesen sollen zudem gemeinsam mit den Bewirtschaftenden tragfähige und zukunftsfähige Nutzungskonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Auch die Bevölkerung sowie Besucherinnen und Besucher des Thüringer Waldes profitieren von dem Projekt: Maßnahmen an Mooren und Bächen stabilisieren den Landschaftswasserhaushalt und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die enge Zusammenarbeit zwischen dem Naturschutzgroßprojekt, dem UNESCO-Biosphärenreservat sowie dem Naturpark Thüringer Wald, die gemeinsam an einer nachhaltigen Entwicklung der Region arbeiten.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des BMUKN vom 02.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.