Staatssekretär Haase erneuert Umweltvereinbarung mit den Nachbarprovinzen

Fabian

Umwelt
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Ob Artenvielfalt, saubere Luft oder gesunde Flüsse: Umwelt- und Naturschutz enden nicht an Staatsgrenzen. Nordrhein-Westfalen und die Niederlande stehen vor ähnlichen Herausforderungen, etwa beim Erhalt von Lebensräumen, beim Gewässerschutz und beim Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Um diese Aufgaben gemeinsam anzugehen, arbeiten Nordrhein-Westfalen und die niederländischen Nachbarprovinzen Gelderland, Limburg, Nordbrabant und Overijssel bereits seit mehr als 30 Jahren zusammen. Am Mittwoch, 27. Mai, haben die Partner ihre grenzüberschreitende Umweltzusammenarbeit offiziell um weitere fünf Jahre verlängert.

Vereinbarung feierlich unterzeichnet

Bei einem feierlichen Treffen im Hotel Schloss Friedestrom in Dormagen-Zons unterzeichneten Viktor Haase, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Umweltministerium, sowie die niederländischen Regionalministerinnen und Regionalminister Ans Mol aus Gelderland, Léon Faassen aus Limburg, Hagar Roijackers aus Nordbrabant und Maurits von Martels aus Overijssel die aktualisierte Erklärung.

Langjährige Umweltkooperation

Die Umweltkooperation zwischen Nordrhein-Westfalen und den vier niederländischen Provinzen hat eine lange Tradition. Die erste gemeinsame Erklärung stammt aus dem Jahr 1992. Nach der letzten inhaltlichen Anpassung im Jahr 2018 wird das erfolgreiche Bündnis im Jahr 2026 bereits zum sechsten Mal offiziell fortgeschrieben.

Gemeinsamer Lebensraum

Staatssekretär Viktor Haase betonte, dass Umweltschutz nur im Schulterschluss gelinge. Nordrhein-Westfalen beeinflusse als dicht besiedeltes und stark industrialisiertes Land mit 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die Umweltqualität der niederländischen Nachbarn unmittelbar; umgekehrt gelte dies ebenso. Die grenzüberschreitenden Naturschutzgebiete zeigten, dass beide Seiten einen gemeinsamen Lebensraum teilten. Der erneuerte Vertrag werde dieser gemeinsamen Verantwortung gerecht. Die Ziele für saubere Luft, intakte Natur und eine moderne Kreislaufwirtschaft würden nun in konkrete grenzüberschreitende Projekte übersetzt. Dieser enge Schulterschluss sichere das wertvolle Naturerbe und die Lebensqualität der Menschen auf beiden Seiten der Grenze.

Natur kennt keine Grenzen

Hagar Roijackers, Deputierte für Wasser, Natur und gebietsbezogenen Ansatz der Provinz Noord-Brabant, erklärte, Natur und Umwelt hielten sich nicht an Grenzen. Die Regionen auf beiden Seiten der Grenze hätten die wichtige Aufgabe, Umwelt und Natur zu schützen, Probleme frühzeitig zu erkennen und bei Lösungen eng zusammenzuarbeiten. Als starke und innovative Regionen hätten sie zugleich die Chance, Wirtschaft, Ökologie und eine gesunde Umwelt tatsächlich miteinander zu verbinden.

Zusammenarbeit mit Limburg

Léon Faassen, Deputierter für ländliches Gebiet, Natur und Stickstoff der Provinz Limburg, hob hervor, dass Limburg und Nordrhein-Westfalen durch mehr als 200 Kilometer gemeinsame Grenze miteinander verbunden seien. Das sei mehr Grenze, als Limburg mit Belgien oder mit dem übrigen Teil der Niederlande teile. Deshalb freue sich die Provinz sehr, die Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium Nordrhein-Westfalen fortsetzen und vertiefen zu können. Gemeinsam wolle man konkrete Schritte unternehmen, um Natur und Umwelt im Grenzgebiet zu verbessern und Innovationen in der Kreislaufwirtschaft zu fördern – für die heutige und für kommende Generationen.

Stärkung der Nachbarschaft

Ans Mol, Deputierte für Landwirtschaft, Biodiversität, Natur, Stickstoff und vitales ländliches Gebiet der Provinz Gelderland, erklärte, in Gelderland werde täglich an einer gesunden und sicheren Umwelt gearbeitet. Um diese weiter zu verbessern, brauche man die Nachbarn dringend. Sie freue sich daher sehr, dass die Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen und den Nachbarregionen weiter gestärkt werde, damit gemeinsam bessere Lösungen für die Umwelt entwickelt werden könnten.

Herausforderungen gemeinsam angehen

Maurits von Martels, Deputierter für Landwirtschaft und Natur der Provinz Overijssel, sagte, die Herausforderungen der Zeit machten nicht an der Grenze halt. Deshalb arbeiteten Overijssel und Nordrhein-Westfalen zusammen: stärker für die Bürgerinnen und Bürger, für die Wirtschaft und für die Region.

Praxis- und Informationsaustausch vertiefen

Die aktualisierte Vereinbarung soll den Praxis- und Informationsaustausch deutlich vertiefen. Künftig wollen die Partner bei konkreten Projekten und Fachveranstaltungen noch enger zusammenarbeiten. Dabei sollen gezielt weitere Akteurinnen und Akteure aus der Grenzregion eingebunden werden.

Arbeitsprogramm wird erarbeitet

Um die formulierten Ziele zügig umzusetzen, steuert eine feste Koordinierungsgruppe die weiteren Schritte. In diesem Gremium sind das Ministerium und jede der vier Provinzen mit mindestens einem Mitglied vertreten. Die Gruppe erarbeitet in den kommenden Monaten ein konkretes Arbeitsprogramm für die Bereiche Natur, Umwelt und Kreislaufwirtschaft. Ergänzend dazu nehmen spezialisierte Facharbeitsgruppen ihre Arbeit auf, um die inhaltlichen Schwerpunkte detailliert voranzutreiben.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW vom 27.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.