Potsdam: Verpackungssteuer startet, DUH fordert Mehrweg-Rückgabe

Fabian

Verpackungssteuer Symbolbild
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Potsdam, 30.9.2026: Ab dem 1. Oktober gilt in Potsdam eine Steuer auf Einweg-Takeaway-Verpackungen in der Gastronomie. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßte die Maßnahme, forderte die Stadt jedoch auf, parallel eine flächendeckende Rückgabe-Infrastruktur für Mehrwegverpackungen aufzubauen.

Steuer und Fördermittel für Gastronomie

Ab dem 1. Oktober gilt in Potsdam eine Steuer auf Einweg-Takeaway-Verpackungen in der Gastronomie. Zugleich können Gastronomiebetriebe Fördermittel beantragen, etwa für die Teilhabe an einem Mehrwegsystem, die Beschaffung von Mehrweggeschirr oder den Kauf einer Spülmaschine.

Die DUH begrüßte beide Maßnahmen als wichtige Schritte für weniger Einweg-Müll und mehr Mehrweg.

DUH: Kosten für Abfallbehälter als Argument

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, erklärte, Potsdam gebe jährlich rund 950.000 Euro allein für die Bereitstellung und Leerung öffentlicher Abfallbehälter aus. Ein großer Teil dieses Mülls bestehe aus Einweg-Verpackungen.

Die DUH halte es daher für richtig, dass die Stadt mit der Steuer für weniger Müll, mehr Mehrweg und eine fairere Verteilung der Entsorgungskosten sorge. Auch die Fördermittel zur Unterstützung der Gastronomiebetriebe bewertete Metz positiv.

Forderung an die Oberbürgermeisterin

Damit die Steuer ihre volle Wirkung entfalten könne, müsse Mehrweg nach Ansicht von Metz für die Menschen genauso einfach sein wie Einweg, insbesondere bei der Rückgabe. Die DUH forderte die Potsdamer Oberbürgermeisterin Aubel deshalb auf, gemeinsam mit Handel und Gastronomie eine flächendeckende und komfortable Mehrweg-Infrastruktur auszubauen.

Dazu gehörten laut Metz eine zentralisierte Spülung sowie leicht zugängliche Rückgabeoptionen im öffentlichen Raum oder in Supermärkten. In Berlin habe die DUH mit einem Pilotprojekt gezeigt, dass Mehrwegbecher problemlos über Leergutautomaten in Supermärkten zurückgegeben werden könnten. Diesen Ansatz forderte Metz auch für Potsdam.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vom 29.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.