Berlin, 25.9.2026: Die EU-Kommission könnte laut Medienberichten die Importbestimmungen der EU-Methanverordnung um ein Jahr von 2027 auf 2028 verschieben. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warne vor einer Neuverhandlung der Verordnung mit unklarem Ausgang und fordere von der Bundesregierung eine klare Haltung im EU-Energierat.
Neuverhandlung mit unklarem Ausgang
Die Importbestimmungen der Verordnung sollten ursprünglich 2027 in Kraft treten. Die DUH warnte, eine vermeintliche Verschiebung könne zu einer kompletten Neuverhandlung der Verordnung führen. Das EU-Recht sehe keinen einfachen Mechanismus für die Verschiebung von Verordnungen vor.
Die Importbestimmungen gelten als Herzstück der Methanverordnung. Mehr als 90 Prozent der durch den deutschen Öl- und Gaskonsum verursachten Methan-Emissionen fielen in der Lieferkette außerhalb der EU an.
Kritik an Kommission und Wirtschaftsministerin
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, kritisierte, die EU-Kommission knicke nach monatelangem Druck von US-Präsident Trump ein. Sie lasse sich von dessen Drohung zu ausbleibenden LNG-Lieferungen erpressen.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche nehme mit ihrer wiederholten Forderung nach einer Verschiebung eine unrühmliche Rolle ein, so Müller-Kraenner. Sie mache mit Trump gemeinsame Sache und brüskiere das zuständige Umweltministerium. EU-Recht à la carte dürfe es nicht geben.
Forderung an die Bundesregierung
Die DUH forderte die Bundesregierung auf, im EU-Energierat am kommenden Montag klar gegen eine Verschiebung der Importregeln Stellung zu beziehen. Zudem solle sie sich für eine konsequente Umsetzung der Methanverordnung einsetzen.
Müller-Kraenner erklärte, die Bundesregierung müsse ihr Rückgrat wiederfinden und sich hinter die Verordnung stellen. Ein Einknicken würde nach seiner Einschätzung nicht nur die Planungssicherheit für alle Beteiligten zerstören, sondern auch die internationale Glaubwürdigkeit der EU vor der UN-Klimakonferenz beschädigen.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vom 25.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.












