Geplant sind Erdgasbohrungen vor Borkum, unmittelbar angrenzend an das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Umwelt- und Klimaschutzorganisationen klagen gemeinsam mit der Stadt Borkum und einer Bürgerinitiative gegen Genehmigungen in Deutschland und den Niederlanden sowie gegen die Verlegung eines Stromkabels, das für den angeblich klimaneutralen Betrieb der Förderplattform vorgesehen ist. Da mit dem Beginn der Bauarbeiten unumkehrbare Schäden an empfindlichen Ökosystemen drohen, während die Hauptverfahren vor Gericht noch nicht entschieden sind, rufen die Organisationen zu Protesten auf. Vom 4. bis 7. September 2025 findet auf Borkum ein Klimacamp statt, verbunden mit einem Klimastreik am Freitag, den 5. September um 12 Uhr am Inselbahnhof. Das Camp bietet zudem Workshops, Konzerte und Lesungen mit verschiedenen Klimaaktivistinnen und -aktivisten.
Kritik an der Energiepolitik
Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen äußerten die Einschätzung, dass die Bundesregierung mit den geplanten Gasbohrungen den Schutz von Borkum und des Wattenmeeres der fossilen Industrialisierung opfere. Dies sei ein klimapolitischer Rückschritt und missachte laufende Gerichtsverfahren. Es wurde betont, dass wertvolle Riffe und bedrohte Tierarten nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert werden dürften.
Position der Jugendbewegung
Aktivistinnen und Aktivisten der Jugendbewegung erklärten, die Gasbohrungen stünden beispielhaft für eine Politik, die die Abhängigkeit von fossilen Energien verlängere und die Klimakrise verschärfe. Anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, sende die Regierung damit ein fatales Signal: Der Schutz des Wattenmeeres und die Zukunft junger Generationen würden kurzfristigen Interessen untergeordnet. Deshalb solle der Protest vor Ort ein deutliches Zeichen setzen, dass Rückschritte bei Klima- und Naturschutz nicht hingenommen würden.
Hinweise für die Presse
Während des Klimacamps und insbesondere beim Klimastreik besteht die Möglichkeit für Pressefotos und Interviews. Für Gespräche stehen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen an mehreren Tagen zur Verfügung.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vom 28.08.2025












