Förderung für klimaangepasste Wälder steigt auf 200 Millionen Euro

Fabian

Wald
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Die Fördermittel für das Programm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ (KWM) steigen ab Januar 2027 um mehr als 50 Millionen Euro auf jährlich 200 Millionen Euro. Mit der Aufstockung wollen das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die klimaresiliente Bewirtschaftung von mindestens zwei Millionen Hektar Wald fördern. Private und kommunale Waldbesitzende können ab dem 1. Oktober 2026 bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) wieder Erstanträge für eine Förderung ab dem 1. Januar 2027 einreichen.

Bundesumweltminister betont Bedeutung klimastabiler Wälder

Bundesumweltminister Carsten Schneider betont die Bedeutung klimastabiler Wälder als natürliche Wasser- und Kohlenstoffspeicher. Gerade in zunehmend heißen Sommern wirkten sie wie eine natürliche Klimaanlage und kühlten ihre Umgebung. Um diese Funktionen langfristig zu erhalten, seien Investitionen in den Waldumbau notwendig. Dabei handele es sich um eine Generationenaufgabe.

Viele Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer wollten ihre Wälder aktiv an den Klimawandel anpassen und betrachteten die Natur dabei als Verbündete. Die Aufstockung des Förderprogramms ermögliche neue Anträge und biete Wald- und Forstbetrieben die notwendige Unterstützung. Jeder Hektar, der nach den Kriterien des klimaangepassten Waldmanagements bewirtschaftet werde, stärke die natürlichen Funktionen der Wälder und trage damit zu einem gesunden Klima bei. Auf diese Weise könnten Wälder als wertvolle natürliche Lebensräume für kommende Generationen gesichert werden.

Bundeslandwirtschaftsminister sieht Waldumbau als Gemeinschaftsaufgabe

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer bezeichnet den Wald als wichtigen Bestandteil der Heimat. Ihn für die Zukunft zu schützen, sei eine Gemeinschaftsaufgabe, die alle verbinde. Für den Erhalt leistungsstarker und klimaresilienter Wälder bedürfe es einer stabilen und verlässlichen Förderung der zahlreichen privaten und kommunalen Waldbesitzenden.

Mit ihrem Engagement und dem großen Interesse am Förderprogramm zeigten die Waldbesitzenden, dass sie Verantwortung für die Zukunft der Wälder übernähmen und diese über Jahrzehnte hinweg an den Klimawandel anpassten. Die Aufstockung der Fördermittel biete eine große Chance, den aktiven Waldumbau zu klimaresilienten, produktiven und artenreichen Mischwäldern voranzutreiben.

Gemeinsam mit den Waldfördermaßnahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) schaffe das Programm die Voraussetzungen dafür, dass die Wälder als wichtige Kohlenstoffspeicher erhalten blieben, bedeutende Ökosystemleistungen erbrächten und auch kommenden Generationen den nachwachsenden Rohstoff Holz zur Verfügung stellen könnten.

Klimawandel erhöht den Handlungsdruck

Der Klimawandel stellt Waldbesitzende vor zunehmend große Herausforderungen. Häufigere Extremwetterereignisse wie Dürre und Starkregen, aber auch Insektenkalamitäten und Waldbrände erhöhen den Handlungsbedarf bei der Anpassung der Wälder an veränderte klimatische Bedingungen erheblich.

Förderprogramm unterstützt Waldbesitzende seit 2022

Mit dem 2022 gestarteten Förderprogramm KWM schuf das BMLEH erstmals eine langfristige Förderung, die zusätzliche Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen im Wald finanziert und honoriert. Seit 2024 wird das Programm vom BMUKN über das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) finanziert.

Beide Bundesministerien unterstützen seither gemeinsam private und kommunale Waldbesitzende dabei, ihre Wälder an den Klimawandel anzupassen.

Förderung soll auf mindestens zwei Millionen Hektar ausgeweitet werden

Das Förderprogramm stößt bei Waldbesitzenden auf großes Interesse und wird in der Fläche gut angenommen. Aufgrund der hohen Nachfrage werden nun über das ANK zusätzliche Mittel bereitgestellt.

Bislang erreicht das Programm mehr als ein Fünftel des Privat- und Kommunalwaldes in Deutschland. Die förderfähige Waldfläche umfasst knapp 1,7 Millionen Hektar. Davon entfallen rund 60 Prozent auf den Körperschaftswald und 40 Prozent auf den Privatwald.

Durch die Aufstockung der Fördermittel soll die klimaresiliente Bewirtschaftung künftig auf mindestens zwei Millionen Hektar Wald in Deutschland ausgeweitet werden.

Erstanträge ab Oktober 2026 wieder möglich

Private und kommunale Waldbesitzende können ab dem 1. Oktober 2026 wieder Erstanträge über das Online-Formular auf der Webseite des Förderprogramms bei der FNR einreichen. Die Förderung für diese Neuanträge beginnt am 1. Januar 2027.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des BMUKN vom 17.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet