Fischereidialog Wattenmeer: DUH fordert strengeren Schutz

Fabian

Wattenmeer bei Ebbe
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Berlin, 20.07.2026: Am Dienstag, den 21. Juli, beraten Landesbehörden, Vertreterinnen und Vertreter der Fischerei sowie Umweltverbände im Rahmen des Fischereidialogs über die geplante Einrichtung fischereifreier Gebiete im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) reichen die bisherigen Vorschläge insbesondere im Hinblick auf die Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen jedoch nicht aus. Die Landesregierung plant, diese aus Sicht der DUH zerstörerische Fischereimethode lediglich auf zehn Prozent der Fläche des Nationalparks auszuschließen.

Grundschleppnetze aus dem Wattenmeer verbannen

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner erklärte, Grundschleppnetze müssten vollständig aus dem Wattenmeer entfernt werden. Nach den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes müsse in einem Nationalpark auf dem überwiegenden Teil der Fläche eine ungestörte Entwicklung der Natur möglich sein.

Vorgeschriebene Umweltprüfung fehlt

Darüber hinaus sei die für die Krabbenfischerei in einem Schutzgebiet naturschutzrechtlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung bislang nicht durchgeführt worden. Dabei seien die negativen und langfristigen Auswirkungen dieser Fischereiform wissenschaftlich belegt.

DUH fordert rechtssichere Lösung

In Schleswig-Holstein gehe die DUH deshalb bereits juristisch gegen die Krabbenfischerei vor. Müller-Kraenner forderte die zuständigen Landesbehörden und Ministerien in Niedersachsen auf, eine solche Auseinandersetzung zu vermeiden. Sie müssten den Fischereidialog nun dazu nutzen, die Fischerei im niedersächsischen Wattenmeer auf eine naturschutzrechtlich sichere Grundlage zu stellen.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe e.V. vom 16.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet