Laut einem Bericht der Bild am Sonntag plant die EU-Kommission, ab dem Jahr 2030 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge für Firmenflotten und Mietwagen zuzulassen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) äußerte sich positiv zu diesem Vorschlag. Die EU setze damit ein deutliches Zeichen für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor, der bislang seine Einsparziele klar verfehle.
Gewerbliche Fahrzeuge im Fokus der Verkehrswende
Christian Kopp, Verkehrsexperte des NABU, betonte, dass in der Debatte um das sogenannte Verbrenner-Aus oft übersehen werde, dass rund zwei Drittel aller Fahrzeuge nicht privat, sondern gewerblich zugelassen seien. Seiner Ansicht nach müsse genau dort angesetzt werden, um den Verkehrsbereich beim Klimaschutz voranzubringen. Die EU-Kommission verfolge mit ihren geplanten Vorgaben für gewerbliche Fahrzeugflotten einen richtigen und wichtigen Ansatz.
Appell an Bundesregierung: Unterstützung erforderlich
Der NABU forderte die Bundesregierung auf, den EU-Vorschlag aktiv zu unterstützen. Besonders das Bundesverkehrsministerium müsse sich nun klar hinter die Initiative der Kommission stellen und dürfe die Umstellung auf emissionsfreie Antriebe im gewerblichen Bereich nicht weiter verzögern. Laut Kopp könne nur eine konsequente Elektrifizierung des gewerblichen Fahrzeugbestands dazu beitragen, die Klimaziele im Verkehrssektor noch zu erreichen. Zudem würde eine solche Regelung den Herstellern zusätzliche Planungssicherheit beim Ausbau der Elektromobilität geben.
Große Flotten als Chance für schnellen Wandel
In dem geplanten Verbot sieht der NABU einen zentralen Hebel, um den Übergang zu klimafreundlicher Mobilität deutlich zu beschleunigen. Gerade bei großen Fahrzeugflotten bestehe durch standardisierte Abläufe und planbare Wechselzyklen ein hohes Potenzial für eine rasche und umfassende Umstellung auf emissionsfreie Antriebe.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des NABU e.V. vom 21.07.2025












