- Kabinett muss Maßnahmen in allen drei Bereichen stärken
- Mehr Finanzmittel bereits im nächsten Bundeshaushalt erforderlich
- Gemeinschaftsaufgabe Klima, Anpassung und Natur im Grundgesetz verankern
Vor der Klausur des Bundeskabinetts in Neuhardenberg fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein umfassendes Vorsorgepaket aus mehr Klimaschutz, Klimaanpassung und Naturschutz. Dafür müsse die Bundesregierung bereits im kommenden Haushalt zusätzliche Finanzmittel bereitstellen, anstatt wie geplant gerade in diesen Bereichen zu kürzen. Zudem sollte eine neue Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankert werden, wie von der SPD vorgeschlagen. Diese müsse neben Klimaanpassung und Naturschutz auch den Klimaschutz umfassen, damit die Kommunen die umfangreichen Aufgaben bewältigen könnten.
Bundesregierung muss jetzt handeln
Verena Graichen, BUND-Geschäftsführerin Politik, erklärt, nach Monaten mit Hitze und Dürre sei das Handeln der Bundesregierung überfällig. Der BUND nehme den Bundeskanzler beim Wort, wenn dieser ankündige, seine Regierung werde nun alles tun, um die Klimakrise zurückzudrängen. Deutschland müsse sich deutlich besser gegen Extremwetter wappnen. Dafür sei ein umfassendes Vorsorgepaket aus mehr Klimaschutz, Anpassungsmaßnahmen und Naturschutz notwendig. Bundesfinanzminister Klingbeil müsse für dieses Maßnahmenpaket nun die erforderlichen Finanzmittel bereitstellen.
Klimaziele und Finanzierung reichen nicht aus
Aus Sicht des BUND muss die Bundesregierung ihre Anstrengungen verstärken, da weder die Klimaziele erreicht würden noch die vorhandenen Mittel und Programme für Klimaanpassung und Naturschutz ausreichten. Dies gelte ebenso für die kommunale Ebene.
Graichen fordert Bundesfinanzminister Klingbeil auf, die geplanten Kürzungen beim Klimaschutz zurückzunehmen und stattdessen die notwendige Finanzierung langfristig sicherzustellen. Im Haushaltsentwurf seien sogar Kürzungen beim kommunalen Klimaschutz vorgesehen, obwohl insgesamt mehr und verlässlich verfügbare Finanzmittel erforderlich seien.
Neue Gemeinschaftsaufgabe für verlässliche Unterstützung der Kommunen
Die Kommunen tragen die Verantwortung für die Umsetzung eines großen Teils der notwendigen Maßnahmen. Vielerorts fehlen dafür jedoch sowohl finanzielle Mittel als auch ausreichende Kapazitäten.
Graichen betont, ob Deutschland widerstandsfähiger gegenüber der Klimakrise werde, entscheide sich maßgeblich in den Kommunen. Deshalb brauche es eine neue Gemeinschaftsaufgabe, die neben Investitionen in Naturschutz und Klimaanpassung auch den Klimaschutz einschließe. Dadurch könnten Zuständigkeiten klarer verteilt und eine verlässliche, langfristige Finanzierung der Kommunen ermöglicht werden.
Zugleich seien Bund und Länder gefordert, die dafür notwendigen Mittel bereitzustellen. So sei etwa die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien eine der großen kommunalen Aufgaben, für die zusätzliche Unterstützung erforderlich sei. Ebenso unverzichtbar seien Investitionen in grünere und kühlere Städte sowie in Böden und Landschaften, die Wasser besser speichern könnten. All diese Maßnahmen müssten auf lokaler Ebene umgesetzt werden.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des BUNDs vom 24.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.












