Köln, 22.9.2026: Rund 500 Menschen aus Bildung, Zivilgesellschaft und außerschulischer Bildung treffen sich am 22. und 23. September zum BNE-Festival NRW in Köln. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bildungsarbeit auf Klimaleugnung und populistische Zuspitzung reagieren kann.
Das Festival findet im Bürgerhaus Stollwerck statt und steht unter dem Motto „Klima. Bildung. Gestalten.“ Eröffnet wurde es von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, und Karsten Möring, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. Ziel ist der Austausch und die Vernetzung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Krischer: Klimawandel verschwindet nicht durch Leugnung
Die SPIEGEL-Journalistin und Autorin Susanne Götze erläuterte in ihrem Vortrag, wie Klimaschutz vom Sachthema zum Kulturkampfthema geworden sei. Zudem ging sie der Frage nach, weshalb es derzeit weltweit einen Rollback im Klimaschutz gebe und wer diese Entwicklung antreibe.
Anschließend diskutierten Krischer und Götze mit Annette Dieckmann von der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung sowie mit Julian Knoll, Jugendvertreter aus dem Programm #MitmischenNRW.
Krischer erklärte, der Klimawandel verschwinde nicht, weil ihn jemand leugne. Er sei längst Realität, die Folgen hätten sich in diesem Sommer mit den größten Waldbränden in der Geschichte Nordrhein-Westfalens und einem Rekord-Niedrigwasser gezeigt. Es komme mehr denn je darauf an, zu handeln, mehr Klimaschutz zu betreiben und möglichst viele Menschen einzubinden. Für mehr Klimabildung werde die Natur- und Umweltschutzakademie zur BNE-Akademie ausgebaut.
Zweifel an den eigenen Handlungsmöglichkeiten
Nach Angaben der Veranstalter zweifelten viele Menschen nicht am Klimawandel, sondern an ihren eigenen Möglichkeiten. Demnach nähmen 90 Prozent wahr, dass sich das Klima verändere, 70 Prozent sähen den Menschen als Ursache. Zugleich habe mehr als die Hälfte den Eindruck, selbst nichts ausrichten zu können.
In Workshops tauschten die Teilnehmenden Methoden und Beispiele aus, mit denen sich Falschbehauptungen entkräften und Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Mitmachen gewinnen lassen sollen.
Möring forderte BNE für alle Altersstufen. Sie mache Menschen stark gegen einfache Parolen und zeige, was jede und jeder vor Ort tun könne. Um diese Ansätze zu stärken, bringe das Festival die Aktiven aus den verschiedenen Bildungsbereichen zusammen. Die Stiftung fördert jährlich 80 bis 100 Projekte aus der Zivilgesellschaft, darunter viele im BNE-Bereich.
Gemeinsam mit Krischer und dem Naturfotografen Paul Kornacker zeichnete die Stiftung die Preisträgerinnen und Preisträger des Fotowettbewerbs „Urbanes Grün: Lebensräume für Mensch und Natur“ aus. Den Wettbewerb hatte sie anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens ausgerichtet. Am Nachmittag stehen 20 BNE-Labore mit Lernmethoden und Bildungsformaten auf dem Programm.
Kreativmarkt und Multimediashow am zweiten Tag
Am zweiten Tag eröffnen Staatssekretär Viktor Haase und Franz August Emde, Geschäftsführer der Stiftung, den Kreativmarkt im Trude-Herr-Park. Dort stellen BNE-Aktive aus ganz Nordrhein-Westfalen ihre Projekte vor. Am Nachmittag finden weitere BNE-Labore statt.
Zum Abschluss zeigt der Ökologe und DJ Dominik Eulberg eine Multimediashow zur Artenvielfalt.
Siebte Ausgabe parallel zum Kölner Klimafestival
Das BNE-Festival NRW findet zum siebten Mal statt. Ausgerichtet wird es vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr gemeinsam mit der Stiftung, unterstützt von der BNE-Akademie für Natur- und Umweltschutz NRW (NUA). In diesem Jahr fällt es mit dem Klimafestival der Stadt Köln zusammen.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW vom 22.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.












