Berlin, 18.9.2026: Kurz vor der Berliner Wahl haben sich die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten von SPD, Grünen und Linken gegenüber der Deutschen Umwelthilfe (DUH) dafür ausgesprochen, den vom Berliner Senat beschlossenen Rückbau des geschützten Radwegs auf der Kantstraße vollständig zu stoppen.
Zuvor hatte der Berliner Senat dem Verwaltungsgericht, das die DUH im Rahmen eines Eilverfahrens angerufen hatte, zugesichert, frühestens Ende September mit den geplanten Rückbauarbeiten zu beginnen. Daraufhin forderte die DUH am Donnerstag, den 17. September, die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten von CDU, SPD, Grünen und Linken auf, sich zu einem möglichen Stopp des Rückbaus im Falle einer Regierungsbeteiligung zu positionieren. Elif Eralp, Werner Graf und Steffen Krach antworteten innerhalb weniger Stunden und sprachen sich für den vollständigen Erhalt des Radwegs aus. Die CDU ließ die gesetzte Antwortfrist am heutigen Freitag um 12 Uhr hingegen ohne Rückmeldung verstreichen.
DUH kritisiert Schweigen der CDU zum Erhalt des Radwegs
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch erklärte, das Schweigen der CDU zur Zukunft des geschützten Radwegs auf der Kantstraße sei wenig überraschend. Schließlich habe die von ihm als autofixiert kritisierte Verkehrssenatorin Ute Bonde den Rückbau selbst angeordnet und halte trotz des Eilantrags der DUH weiterhin an den Plänen fest.
Resch bezeichnete das Vorgehen als bornierte Anti-Fahrradweg-Politik gegen die Berliner Bevölkerung. Mit dieser Politik habe vor drei Jahren die rückwärtsgewandte Verkehrswende begonnen, die seiner Einschätzung nach am bevorstehenden Wahlsonntag scheitern werde.
DUH fordert Baustopp bis zur Bildung einer neuen Regierung
Zugleich begrüßte Resch die schnellen und eindeutigen Zusagen der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten von Linken, Grünen und SPD. Die DUH habe das Verwaltungsgericht inzwischen über die neuen Entwicklungen informiert und fordere vom Berliner Senat, der ab Montag nur noch kommissarisch im Amt sei, sämtliche Rückbauarbeiten am Radweg auf der Kantstraße bis zur Bildung einer neuen Landesregierung auszusetzen.
Es dürfe nicht dazu kommen, dass nur wenige Tage nach der Wahl ein geschützter Radweg zerstört werde, während zugleich ein Gerichtsverfahren anhängig sei und die bisherigen Planungen im Zuge der anstehenden Koalitionsverhandlungen möglicherweise geändert würden.
Hintergrund: Eilverfahren gegen den Rückbau des Radwegs
Seit dem 7. September unterstützt die DUH den Eilantrag eines betroffenen Radfahrers, mit dem der geplante Rückbau noch vor Beginn der Bauarbeiten gerichtlich verhindert werden soll.
Bereits am 8. September hatte das Verwaltungsgericht die zuständige Senatsverwaltung aufgefordert, mitzuteilen, ob sie bis zu einer gerichtlichen Entscheidung auf die Umsetzung der Rückbaupläne verzichten werde. Bis Mitte der kommenden Woche soll die Senatsverwaltung ihre Antragserwiderung sowie den zugehörigen Verwaltungsvorgang beim Gericht einreichen.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vom 18.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet












