Über das nationale „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ (ANK) wurden dem Land Nordrhein-Westfalen seit 2023 Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Euro bewilligt. Ziel des Programms ist es, Ökosysteme wie Moore, Wälder, Gewässer und Böden zu schützen und wiederherzustellen. Um die Aktivitäten zu verstärken, richtet das Land beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) ein neues Regionalbüro mit vier Vollzeitstellen ein. Umweltminister Oliver Krischer betonte, die Maßnahmen aus dem Programm seien ein entscheidender Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität in Nordrhein-Westfalen bis 2045. Gleichzeitig würden sie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen und in den Regionen sowie Kommunen mehr finanziellen Spielraum für Naturschutzprojekte schaffen. Dadurch werde die Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen der Klimakrise gestärkt.
Neues Regionalbüro stärkt Umsetzung vor Ort
LANUK-Präsidentin Elke Reichert erklärte, dass mit dem neuen ANK-Regionalbüro der Schutz und die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume in Nordrhein-Westfalen gezielt begleitet werden könnten. Es sei wichtig, Wissenschaft, Verwaltung und regionale Praxiserfahrung zu verknüpfen, um nachhaltige Lösungen für Klima und Biodiversität zu schaffen, die direkt vor Ort wirken und dem Land langfristig zugutekommen.
Gemeinsam mit der LANUK-Präsidentin begrüßte Umweltminister Krischer am 2. Oktober 2025 die vier neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LANUK-Standort in Recklinghausen. Deren Aufgabe werde es sein, Kommunen, Verbände, Unternehmen sowie Landnutzerinnen und Landnutzer bei der Antragstellung zu unterstützen, Projekte anzustoßen und voranzutreiben.
Das größte Programm seiner Art in Deutschland
Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz ist das umfangreichste Programm dieser Art in Deutschland. Der Bund startete es im Jahr 2023 und stellte dafür 3,5 Milliarden Euro bis Ende 2027 bereit. Es verknüpft die Ziele Klimaschutz, Anpassung an Klimafolgen, Biodiversitätsschutz, Wasserrückhalt, Bodenschutz und Stadtklima auf bisher einmalige Weise.
Natürlicher Klimaschutz – doppelt wirksam
Intakte Moore, Auen und Wälder gelten als natürliche Verbündete im Klimaschutz. Sie speichern Kohlendioxid in ihrer Biomasse, wirken ausgleichend bei Hochwasser und Hitze und bieten wichtige Lebensräume für seltene Arten.
Geht ihre Qualität verloren – etwa durch Trockenlegung oder Zerstörung – setzen sie Treibhausgase frei und verlieren ihre Speicherfunktion. Deshalb setzt Nordrhein-Westfalen verstärkt auf den Schutz, die Wiederherstellung und die Vernetzung solcher Lebensräume, um Klimaschutz und Artenvielfalt zugleich zu fördern.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehrs des Landes NRW vom 02.10.2025












