Verstärkter Hochwasserschutz durch neue Pegelstandorte in NRW

Fabian

© Dennis / stock.adobe.com

Aufgrund der zunehmenden Extremwetter-Ereignisse durch die Klimakrise, wie die großräumigen Winter-Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und die jüngsten schweren Hochwasser im Südwesten Deutschlands, hat sich die Notwendigkeit funktionierender Schutzanlagen und moderner Hochwasserüberwachungs- und Informationssysteme erneut bestätigt.

Erweiterung des Hochwasserschutzes

Das Land verstärkt in Zusammenarbeit mit seinen Partnern den Hochwasserschutz durch die Umsetzung des „10-Punkte Arbeitsplans Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Plans ist der Ausbau des Hochwasser-Pegelnetzes, um bei drohendem Hochwasser rechtzeitig reagieren zu können, wobei die aktuellen Wasserstände und deren Entwicklungen von entscheidender Bedeutung sind.

Modernisierung und Ausbau des Pegelnetzes

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) verfügt bisher über 103 Messpegel, die für Hochwasser-Informationsmeldungen genutzt werden. Dieses Netz wird um 25 neue Standorte erweitert. Die neuen Pegel sind mit modernster Mess- und Datenübertragungstechnik ausgestattet und verfügen über eine unabhängige Stromversorgung, um den Betrieb auch bei Ausfall der Solarversorgung zu gewährleisten. Die Daten werden automatisch zur Zentrale im Landesamt übertragen, wo sie vom zuständigen Hydrologen bei Hochwassergefahr rund um die Uhr überwacht, ausgewertet und für die Vorhersage der Entwicklung des Hochwassers genutzt werden. Auf Basis dieser Daten werden Hydrologische Lageberichte erstellt und an Kreise, Gemeinden und wasserwirtschaftliche Fachbehörden verteilt, um die Bevölkerung zu warnen.

Ministerbesuch zur Überprüfung der Fortschritte

Minister Krischer wird sich am Freitag an der Ahse in Lippetal über die Fortschritte beim Ausbau des Pegelnetzes informieren. Darüber hinaus arbeitet das LANUV an der Optimierung der bestehenden Pegel und an einer verbesserten Vernetzung mit den Pegelmessdaten Dritter.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW vom 12.06.2024