DUH kritisiert geplante EU-Förderung neuer Atomreaktoren

Fabian

© Muhammad / stock.adobe.com

Berlin, 11. März 2026 – Heute jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum fünfzehnten Mal. Das Unglück führte damals dazu, dass die von der CDU geführte Bundesregierung den endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie beschloss. Am Vortag hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt, den Bau neuer Reaktortypen künftig aus Mitteln des EU-Emissionshandels fördern zu wollen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt jedoch ausdrücklich vor einer solchen Förderung.

DUH kritisiert Atomkraft als gefährlichen Irrweg

Der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller-Kraenner, erklärte, auch fünfzehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima bleibe Atomkraft ein teurer und gefährlicher Irrweg.

Nach seiner Einschätzung scheinen Teile der heutigen Bundesregierung sowie die damalige Bundesministerin und heutige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu vergessen, dass Deutschland aus wichtigen Sicherheitsgründen aus der riskanten Atomtechnologie ausgestiegen sei.

Sicherheitsrisiken durch militärische Angriffe

Müller-Kraenner verwies zudem auf die russischen Angriffe auf Atomkraftwerke in der Ukraine. Diese zeigten, dass ein weiterer katastrophaler Atomunfall mitten in Europa jederzeit Realität werden könne.

Sogenannte kleine modulare Reaktoren würden nach seiner Auffassung die Zahl potenzieller Ziele für militärische oder terroristische Angriffe sogar vervielfachen und damit das Risiko einer Atomkatastrophe weiter erhöhen.

Kritik an EU-Förderung neuer Reaktortypen

Vor diesem Hintergrund halte die DUH eine Förderung solcher technologisch noch unerprobter Konzepte aus dem EU-Haushalt für falsch. Stattdessen sollten die Mittel in bereits heute wettbewerbsfähige erneuerbare Energietechnologien investiert werden.

Zweifel am Beitrag zum Klimaschutz

Darüber hinaus argumentiert Müller-Kraenner, neue Atomreaktoren seien zu teuer und würden viel zu spät fertiggestellt, um einen nennenswerten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten zu können.

Auch interessant:  Illegale LNG-Weiterverladung auf Rügen: DUH erstattet Anzeige

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der DUH vom 11.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.