Unterbringung von 200 Limburger Tauben im Tierschutz

Nima

Stadttauben
© bellakadife /stock.adobe.com

Die Stadt Limburg hat ein Angebot von einer Tierschutzeinrichtung angenommen, 200 Stadttauben aufzunehmen, um die lokale Taubenpopulation kurzfristig zu reduzieren. Katrin Pichl, Fachreferentin für Stadttauben beim Deutschen Tierschutzbund, äußerte sich dazu.

Pichl bemerkte, dass die Stadtverwaltung zunehmend offener für die Unterstützung von Tierschutzorganisationen geworden sei. Der öffentliche Druck und die weitreichende Kritik hätten dazu geführt, dass Bürgermeister Hahn und andere Verantwortliche die Situation nicht länger ignorieren konnten. Sie wies jedoch darauf hin, dass das bloße Entfernen der Tauben aus dem Stadtgebiet nicht ausreiche, da die Taubenpopulation schnell wieder ansteigen würde. Sie betonte, dass es notwendig sei, ein dauerhaftes Stadttaubenmanagement einzurichten, das Methoden wie den Eiertausch umfassen sollte, um eine tierschutzgerechte und nachhaltige Lösung zu gewährleisten. Zudem müsse man sich um die Jungtiere der eingefangenen Tauben kümmern, die sonst verwaist in ihren Nestern verhungern würden.

Pichl hob hervor, dass es zwar erfreulich sei, dass viele Tauben gerettet werden könnten, es jedoch bedenklich sei, dass erneut Tierschützer einspringen müssten. Sie kritisierte, dass Städte nicht regelmäßig ihre Probleme mit Stadttauben auf Tierschützer abwälzen sollten, während sie selbst keine Verantwortung übernehmen. Ferner wies sie darauf hin, dass die eingefangenen Tauben ihr Leben lang in Volieren leben müssten.

Der Deutsche Tierschutzbund hatte der Stadt Limburg in Zusammenarbeit mit dem Landestierschutzverband Hessen, dem Tierschutzverein Limburg sowie dem Tierschützer und Content Creator Malte Zierden Unterstützung bei der Ausarbeitung und Umsetzung eines tierschutzgerechten und nachhaltigen Stadttaubenkonzepts angeboten. Dieses Angebot sei weiterhin gültig.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutscher Tierschutzbund / Veröffentlicht am 02.07.2024