Berlin, 11. März 2026 – Anlässlich der Eröffnung des 38. Deutschen Naturschutztags in Berlin warnen zahlreiche im Deutschen Naturschutzring organisierte Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen eindringlich vor aktuellen politischen Bestrebungen, zentrale Umweltgesetze zu schwächen. Zu den beteiligten Organisationen zählen unter anderem BBN, BUND, BUND Naturschutz in Bayern e.V., ClientEarth, Deutscher Alpenverein, Deutsche Umwelthilfe, Helversen´sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz, Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V., Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., NABU, NaturGarten e.V., Pro Wildlife, Succow Stiftung, VdHK, VFD, Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. sowie WWF Deutschland.
Kritik an politischem Kurs beim Umweltrecht
Die Organisationen erklärten, derzeit finde unter dem Vorwand von Bürokratieabbau und beschleunigten Verfahren ein massiver Angriff auf den Natur- und Umweltschutz in Europa statt. Gemeinsam mit bislang mehr als 345.000 Bürgerinnen und Bürgern in der EU forderten sie deshalb, die Natur zu schützen und bestehende Regelungen nicht auszuhöhlen.
Weiter betonten sie, dass eine Schwächung von Gesetzen zum Schutz von Wasser, Böden und Artenvielfalt nicht nur der Natur schade. Auch Gesundheit, Lebensqualität und wirtschaftliche Stabilität würden dadurch gefährdet.
Hohe gesellschaftliche Kosten durch Umweltabbau
Nach Ansicht der Organisationen hätte der Abbau grundlegender Umweltgesetze und Standards erhebliche gesellschaftliche Folgen. Umweltverschmutzung, Klimaschäden, Ernteausfälle und steigende Gesundheitskosten könnten zu erheblichen Belastungen führen.
Das Weltwirtschaftsforum gehe zudem davon aus, dass mehr als die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung direkt oder indirekt von der Natur und den Leistungen ihrer Ökosysteme abhänge.
Naturschutz als Voraussetzung für Wohlstand
Die Organisationen erklärten weiter, angesichts der sich verschärfenden Biodiversitäts- und Klimakrise könne es sich die Gesellschaft nicht leisten, bestehende Umweltgesetze auszuhöhlen. Solche Vorhaben würden Fortschritte im Umweltschutz gefährden, die über Jahrzehnte hinweg erkämpft worden seien.
Wer den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen opfere, handle nach Ansicht der Verbände verantwortungslos gegenüber der Natur und gegenüber kommenden Generationen. Naturschutz sei daher eine unverzichtbare Voraussetzung für langfristigen Wohlstand und Sicherheit.
Zahlreiche EU-Umweltgesetze unter Druck
Aktuell drohe eine Überprüfung und mögliche Abschwächung mehrerer europäischer Umweltgesetze. Dazu zählen unter anderem:
- die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie)
- die Vogelschutzrichtlinie
- die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
- die Wiederherstellungsverordnung (W-VO)
- die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL)
- die Nitratrichtlinie
- die EU-Chemikalienverordnung (REACH)
- die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)
Darüber hinaus sehen die Organisationen Risiken in einer Abschwächung von Umweltprüfungen bei Infrastrukturprojekten, einer Reduzierung von Umweltstandards in der EU-Agrarförderung (GAP) sowie in möglichen unbefristeten Zulassungen bestimmter Pestizide.
Forderungen an Bundesregierung und EU-Kommission
Die beteiligten Organisationen fordern die Bundesregierung sowie die EU-Kommission auf, bestehende Umweltgesetze konsequent zu verteidigen. Zudem appellieren sie daran, das europäische Naturschutzrecht nicht aufzuschnüren und geplante Abschwächungen klar zurückzuweisen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung der DUH vom 11.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.












