Rhede erhält 3,9 Mio. Euro für nachhaltige Mobilitätsprojekte

Fabian

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Mehr Platz für das Rad, weniger Autos in der Stadt und nachhaltige Pendlerverkehre – mit diesen Zielen will die Stadt Rhede die Mobilitätswende vor Ort und in der Region konsequent vorantreiben. Bürgermeister Hans-Jürgen Bernsmann nahm dazu im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr einen Förderbescheid aus dem Programm „Nachhaltige Städtische Mobilität für alle“ entgegen. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellt der Stadt dafür 3,9 Millionen Euro bereit.

Bedeutung des Projekts für die Region

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erklärte bei der Übergabe in Düsseldorf, das Vorhaben in Rhede sei ein gutes Beispiel für die Schaffung einer attraktiven Mobilitätswende. Es verbessere das Stadtklima, erhöhe die Aufenthaltsqualität und komme nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern in Rhede, sondern der gesamten Region zugute. Jeder umweltfreundlich zurückgelegte Weg reduziere klima- und gesundheitsschädliche Emissionen.

Maßnahmen für Rad- und Fußverkehr

Die geplanten Projekte setzen vor allem auf eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs. Dazu gehört der Ausbau der Büssingstraße zu einer Fahrradstraße mit direktem Anschluss an den Radschnellweg RS 2, womit eine wichtige Lücke in der innerörtlichen und regionalen Radverbindung geschlossen wird. Zusätzlich soll die Nord-Süd-Achse entlang des Rheder Bachs für den Rad- und Fußverkehr ausgebaut und ebenfalls an den RS 2 angebunden werden.

Rückbau der Kolpingstraße

Ein weiterer Bestandteil ist die Umgestaltung der Kolpingstraße. Der motorisierte Individualverkehr darf diese bislang nutzen, einschließlich der dort vorhandenen Parkplätze. Künftig sollen Teile der Flächen entsiegelt und ausschließlich Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sein. Mit all diesen Maßnahmen will die Stadt ein verändertes Mobilitätsverhalten fördern. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 4,9 Millionen Euro, wovon 3,9 Millionen Euro durch Fördermittel gedeckt sind.

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Hintergrund zum Förderprogramm

Das Programm „Nachhaltige Städtische Mobilität für alle“ unterstützt erstmals in der Förderperiode 2021–2027 mit EU- und Landesmitteln Konzepte zur kommunalen und regionalen Mobilitätsentwicklung. Grundlage bilden kommunale oder regionale Mobilitätspläne. Gefördert werden Maßnahmen, die auf eine fuß- und fahrradfreundliche Umgestaltung des städtischen Raums, die Neuorganisation von Mobilitätsbedarfen sowie auf die digitale und räumliche Integration der Verkehrsinfrastruktur abzielen.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW vom 29.08.2025