Limburg plant Taubentötung durch Genickbruch

Nima

Stadttaube
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Der Deutsche Tierschutzbund, sein Landestierschutzverband Hessen und der Tierschutzverein Limburg äußern sich enttäuscht über den Ausgang des gestrigen Bürgerentscheids in Limburg. Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler sprach sich dafür aus, den Beschluss der Limburger Stadtverordneten zur Tötung der Stadttauben nicht aufzuheben. Vor der Abstimmung hatte der Verband gemeinsam mit dem Tierschützer und Content Creator Malte Zierden für ein alternatives Konzept mit betreuten Taubenschlägen geworben.

Ute Heberer, Vorsitzende des Landestierschutzverbands Hessen, bedankt sich bei den Tierfreunden in Limburg, die mit „Ja“ gestimmt haben. Sie zeigt jedoch Verständnis dafür, dass diese Stimmen nicht ausreichten, um den Tötungsbeschluss zu kippen. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, kommentiert, dass die Wahl der Limburger die Tötung der Tauben bestätigt hat. Er bedauert, dass statt Mitgefühl und Respekt Vorurteile über die verwilderten Haustiere verbreitet wurden, um die Tötungsmaßnahme zu unterstützen. Er betont weiterhin, dass der geplante Genickbruch bei den Tauben eine grausame Handlung darstellt und kündigt an, dass der Deutsche Tierschutzbund Strafanzeige gegen die Verantwortlichen stellen wird, sobald die Tötungen beginnen.

Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes verstößt die geplante Tötung der Stadttauben klar gegen das Tierschutzgesetz. Ein Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart aus dem Jahr 2021 hatte bereits festgehalten, dass Behörden Tauben nur dann töten dürfen, wenn keine milderen Alternativen vorhanden sind. Für Stadttauben wurde nachgewiesen, dass von ihnen kein erhöhtes Gesundheitsrisiko ausgeht, was eine Tötung nicht rechtfertigt.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutscher Tierschutzbund / Veröffentlicht am 10.06.2024