Fortschritt durch Nachhaltigkeit: Baden-Württembergs Bioökonomiestrategie 2025-2029

Fabian

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Die Landesregierung hat beschlossen, die Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg für die Jahre 2025 bis 2029 fortzuschreiben, wobei ein verstärkter Fokus auf die praktische Anwendung gelegt wird.

Umsetzung in die Praxis verstärken

Minister Peter Hauk MdL erklärte, dass die Bioökonomie Lösungen für aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen bietet. Deshalb werde die erfolgreiche Landesstrategie fortgeschrieben und der Fokus auf den Praxistransfer verstärkt.

Nachhaltige Wirtschaft durch Bioökonomie

Ministerin Thekla Walker MdL äußerte, dass die nachhaltige Bioökonomie ein ressourcenschonendes und klimafreundliches Wirtschaftssystem mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen schafft. Sekundäre Stoffströme wie Abfälle, Abwasser, Abluft und CO₂ könnten durch innovative, grüne Technologien genutzt werden.

Verbindung von Klima- und Wirtschaftszielen

Minister Peter Hauk MdL betonte am Dienstag (25. Juni), dass eine nachhaltige, kreislauforientierte Bioökonomie klima- und umweltpolitische Ziele mit den wirtschaftlichen Interessen von Unternehmen verbinde und dadurch deren Wettbewerbsfähigkeit in einer klimaneutralen Zukunft sichere. In Baden-Württemberg seien bereits 2019 die Weichen gestellt worden. Durch innovative Verfahren könnten die heimische Land- und Forstwirtschaft sowie verarbeitende Unternehmen neue Wertschöpfungsnetze aufbauen, die nötig seien, um fossile Rohstoffe zu ersetzen und eine biogene Kohlenstoffkreislaufwirtschaft aufzubauen.

Grundlage für zukünftige Entwicklung

Ministerin Thekla Walker MdL hob hervor, dass mit der Fortschreibung der Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“ eine wichtige Grundlage geschaffen wurde, um auf dem bisher erfolgreich beschrittenen Weg fortzuschreiten. Das Ziel sei, die Bioökonomie in Baden-Württemberg weiter auszubauen. Nachhaltige Bioökonomie strebe danach, durch innovative Verfahren neben erneuerbaren auch sekundäre Rohstoffquellen zu erschließen und durch Erweiterung der Rohstoffbasis sowie das Schließen von Stoffkreisläufen den Bedarf an Primärrohstoffen zu verringern, was die Unabhängigkeit von Rohstoffimporten stärke und zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Ressourcenschonung beitrage.

Förderung zukunftsorientierter Diversifizierung

Im Rahmen der ressortübergreifenden Zusammenarbeit wurden bioökonomische Lösungsansätze identifiziert und deren Umsetzung erfolgreich auf den Weg gebracht. Die Fortschreibung der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg setze nun noch stärker auf den Transfer in die Praxis. Es werde angestrebt, die zirkuläre Bioökonomie in bestehende Strukturen und Wertschöpfungsketten zu integrieren, wodurch zukunftsorientierte Diversifizierungsmöglichkeiten für Unternehmen eröffnet und Kommunen in der nachhaltigen und kreislauforientierten Gestaltung der Stoffströme gestärkt würden.

Ausbau von Schlüsselkompetenzen

Minister Hauk erklärte, dass von der Fortschreibung der Bioökonomiestrategie große Fortschritte im Bereich der Biomasseerzeugung und deren In-Wert-Setzung für die Wirtschaft erwartet würden. Dem ländlichen Raum Baden-Württembergs käme dabei eine besondere Bedeutung zu, da dort das Wissen um den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Biomasse zu innovativen Produkten und ein innovationsfreundliches Unternehmertum seit Generationen fest verankert seien. Diese Schlüsselkompetenzen würden weiter ausgebaut und branchenübergreifend vernetzt, um zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sichern und ein starkes und lebenswertes Baden-Württemberg zu erhalten.

Innovationstreiber Bioökonomie

Ministerin Walker betonte, dass die Bioökonomie ein zentraler Innovationstreiber für die Wirtschaft sei. Mit der Fortschreibung der Landesstrategie solle die Bioökonomie zu einem starken Impulsgeber entwickelt werden, um die industrielle Wertschöpfung im Land zu erhalten und den Industriestandort Baden-Württemberg langfristig zu sichern. Durch die Nutzung biologischer Prozesse könnten Rohstoffe und nachhaltige Produkte für verschiedene Wirtschaftsbereiche bereitgestellt werden. Dabei stünde die Weiterentwicklung und Einführung bioökonomischer Verfahren für die Kreislauf- und Abfallwirtschaft sowie die verstärkte Nutzung von industriellen Abwässern als Rohstoffquelle im Fokus.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Energiewirtschaft und Klima des Landes BaWü vom 25.06.2024