Berlin, 27. März 2026: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft die Energieministerinnen und -minister der Bundesländer dazu auf, sich auf der aktuellen Sonder-Energieministerkonferenz gegen die aus ihrer Sicht widersprüchliche Energiepolitik der Bundesregierung beim Ausbau der Windenergie zu positionieren. Hintergrund ist, dass die im Klimaschutzprogramm vorgesehenen zusätzlichen Ausschreibungen von 12 Gigawatt durch das geplante Netzpaket erheblich entwertet würden.
Hintergrund & Allgemeines
Geplant ist, dass Wirtschaftsministerin Katherina Reiche einen sogenannten Redispatch-Vorbehalt einführt. Dieser würde dazu führen, dass Entschädigungszahlungen für Windenergieanlagen entfallen, sofern die Netzinfrastruktur nicht ausreichend ausgebaut oder modernisiert ist. Nach Einschätzung der DUH könnte dies den Ausbau neuer Windkapazitäten gezielt verlangsamen, Investitionen verteuern und Projekte verzögern. Zudem würden nicht nur die Energiewende insgesamt, sondern auch die Bundesländer beeinträchtigt, die von beschleunigten Ausbauverfahren profitieren.
Kritik an widersprüchlicher Energiepolitik
Der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller-Kraenner, erklärte, die Bundesregierung untergrabe ihre eigene Energie- und Klimapolitik. Es sei widersprüchlich, zusätzliche Ausschreibungen für Windenergie anzukündigen und gleichzeitig neue Hemmnisse einzuführen. Dieses Vorgehen gleiche einem Schritt nach vorn und zwei zurück.
Folgen für Klimaziele und Investitionen
Weiter führte er aus, dass die Maßnahmen die Klimaziele konterkarierten, neue Unsicherheiten für Investoren schafften und die Bundesländer in ihren Ausbauplänen zurückwürfen. Die Energieministerinnen und -minister der Länder sollten daher verhindern, dass durch zusätzliche Hürden der wirtschaftlich sinnvolle Ausbau erneuerbarer Energien ausgebremst werde.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der DUH vom 27.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.











