DUH fordert verbindlichere Ziele im neuen Aktionsprogramm für natürlichen Klimaschutz

Fabian

© Christina Schwier / stock.adobe.com

Der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller-Kraenner, erklärte, dass die Verstetigung und Fortschreibung des Aktionsprogramms Landwirtinnen und Forstwirten endlich eine gewisse Planungssicherheit gebe. Zugleich bemängelte er, dass es insbesondere beim Moorschutz und in der Waldbewirtschaftung weiterhin an Verbindlichkeit fehle. Die Bundesregierung sei bereits seit einem Jahr rechtskräftig zu mehr Klimaschutz verpflichtet, viele Maßnahmen befänden sich jedoch nach wie vor in langwieriger Prüfung statt in der Umsetzung. Dies reiche nicht aus, um den Anforderungen des Klimaschutzgesetzes zu genügen und die Ökosysteme wirksam zu schützen.

Jahresgebundenes Ziel

Müller-Kraenner forderte zudem, die bisherigen Fördermittel in der Land- und Forstwirtschaft auf klima- und naturpositive Wirkungen auszurichten. Darüber hinaus sollten ein jahresgebundenes Ziel für den Moorschutz sowie ein rechtlicher Rahmen für klimaschonende Waldbewirtschaftung in das Klimaschutzprogramm aufgenommen werden.

Hintergrund des neuen Klimaschutzprogramms

Bis zum 25. September 2025 waren alle Ressorts verpflichtet, ihre Vorschläge für das neue Klimaschutzprogramm einzureichen. Diese Maßnahme wurde notwendig, weil absehbar ist, dass die bestehenden Vorgaben des Klimaschutzgesetzes nicht erfüllt werden. Besonders im Bereich Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (LULUCF) besteht erhöhter Handlungsdruck, da ein von der DUH erstrittenes, rechtskräftiges Urteil die Bundesregierung zur Nachsteuerung verpflichtet.

Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gilt als zentrales Instrument zur Erreichung der Klimaziele und soll teilweise in das neue Klimaschutzprogramm 2025 integriert werden. Seine Erarbeitung basierte auf den Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz.

Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vom 29.09.2025

Auch interessant:  Vereinfachung der Tierseuchen-Monitoring in Bayern: Entlastung für Landwirte