Berlin, 12. März 2026: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Ankündigung von Bundesumweltminister Carsten Schneider begrüßt, zeitnah einen Gesetzentwurf zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur vorzulegen. Gleichzeitig äußerte der Umweltverband deutliche Kritik an den geplanten Einschnitten in das bestehende Naturschutzrecht durch das sogenannte Infrastrukturzukunftsgesetz.
DUH: Gesetz zur natürlichen Infrastruktur überfällig
Der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller-Kraenner, erklärte, der angekündigte Gesetzentwurf enthalte zahlreiche längst notwendige Maßnahmen, um die natürliche Infrastruktur zu sichern und auszubauen. Diese sei entscheidend, um die Bevölkerung vor Hochwasser und Hitzewellen zu schützen, die Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten und die biologische Vielfalt zu erhalten.
Er betonte zudem, dass nachhaltiges Wirtschaften ohne intakte Natur nicht möglich sei.
Kritik am Infrastrukturzukunftsgesetz
Müller-Kraenner kritisierte zugleich das parallel von der Bundesregierung vorangetriebene Infrastrukturzukunftsgesetz. Dieses drohe durch die geplante Aufhebung von Naturschutzausgleichsmaßnahmen vor Ort erhebliche und möglicherweise irreversible Schäden an der Natur zu verursachen. Ein nachträglich eingeführtes Gesetz könne solche Schäden nicht ausreichend begrenzen.
Nach Einschätzung der DUH bestehe daher die Gefahr, dass ein Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur die negativen Folgen des Infrastrukturzukunftsgesetzes nicht annähernd ausgleichen könne.
Forderungen an SPD und CDU
Die DUH fordert deshalb die Abgeordneten von Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) auf, die geplanten Änderungen am Bundesnaturschutzgesetz aus dem Infrastrukturzukunftsgesetz zu streichen. Stattdessen solle der Entwurf des Bundesumweltministeriums genutzt werden, um ein Zukunftsgesetz für eine sogenannte grün-blaue Infrastruktur in Deutschland auf den Weg zu bringen.
Nach Ansicht der DUH sollten die vorgesehenen Ansätze – etwa die Definition geeigneter Flächen, in denen ein überragendes öffentliches Interesse für Moor- und Auenrenaturierung sowie Waldschutz gilt, sowie erweiterte Vorkaufsrechte für Bund, Länder und Kommunen – mindestens umgesetzt werden. Diese Maßnahmen könnten helfen, ein vernetztes System von Lebensräumen für Mensch und Natur zu sichern und eine klimaresiliente, zukunftsfähige natürliche Infrastruktur in Deutschland aufzubauen.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung der DUH vom 12.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.












