Beachten Sie Hinweis- und Warnschilder, fahren Sie langsam und achten Sie auch auf Helfer*innen. Besonders in regnerischen Morgen- und Abendstunden ist erhöhte Aufmerksamkeit wichtig.
Mit dem Beginn des Frühlings setzt die Wanderungszeit von Kröten, Fröschen und anderen Amphibien ein. Auf ihrem Weg zu den Laichgewässern müssen sie häufig Straßen überqueren und sind dabei stark gefährdet. Vor allem Erdkröten legen in dieser Zeit weite Strecken zurück, wobei oft mehrere hundert bis tausend Tiere Straßen passieren müssen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ruft daher alle Auto- und Fahrradfahrer*innen dazu auf, aufmerksam zu sein, Warnhinweise zu beachten und insbesondere an bekannten Wanderstrecken langsam zu fahren.
Aufmerksamkeit im Straßenverkehr rettet Leben
Caroline Lamps, Teamleitung Lebensräume und Leitung Naturschutzpolitik, erklärte, dass sich Kröten und andere Amphibien mit steigenden Temperaturen und zunehmender Feuchtigkeit auf den Weg zu ihren Laichplätzen machten. In dieser Phase könne bereits kurze Aufmerksamkeit im Straßenverkehr über Leben und Tod der Tiere entscheiden. Wer langsam fahre und Warnhinweise beachte, leiste einen konkreten Beitrag zum Schutz der Amphibien.
An einigen Orten sterben bis zu 70 Prozent der wandernden Amphibien beim Überqueren einer einzigen Straße – entweder durch Überfahren oder durch den Luftdruck schnell fahrender Fahrzeuge. Dadurch können ganze Populationen innerhalb kurzer Zeit ausgelöscht werden.
Besondere Vorsicht bei feuchtem Wetter
Vor allem bei milden Temperaturen sowie in regnerischen Morgen- und Abendstunden sollten Verkehrsteilnehmende besonders achtsam fahren und geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten. Blinklichter, Warnschilder mit Froschsymbolen oder lokale Tempolimits weisen häufig auf bekannte Sammel- und Wandergebiete hin.
Schutzmaßnahmen durch Zäune und Tunnel
Dauerhafte Schutzmaßnahmen umfassen fest installierte Zäune und Amphibientunnel. Wo solche Lösungen nicht möglich sind, kommen mobile Zäune zum Einsatz. Die Tiere folgen diesen Barrieren auf der Suche nach einem Durchgang und gelangen dabei in im Boden eingelassene Eimer. Auf diese Weise werden auch andere Kleintiere wie Eidechsen geschützt. Engagierte Freiwillige tragen die gesammelten Tiere täglich sicher über die Straße.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des BUNDs vom 27.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet












