Bremen, 2.10.2026: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat dafür ein, die ehemalige innerdeutsche Grenze als erste gemischte Welterbestätte von Natur und Kultur in Deutschland zu nominieren. Dafür brauche es die Unterstützung von Bund und Ländern.
Forderung nach Unterstützung von Bund und Ländern
Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, erklärte, der Verband lade zum Tag der Deutschen Einheit dazu ein, diese besondere Landschaft zu entdecken. Das Grüne Band sei kurz nach dem Mauerfall im Dezember 1989 vom BUND initiiert worden und heute der größte und einzige nationale Biotopverbund Deutschlands. Die Bundesländer und die Bundesregierung ermutigte er, den Nominierungsprozess gemeinsam und engagiert zu unterstützen.
Liana Geidezis, Leiterin des Nationalen BUND Kompetenzzentrums Grünes Band, bezeichnete die Verbindung aus Naturwerten und kulturhistorischer Bedeutung als einmalig. BUND und Deutscher Kulturrat engagierten sich bereits seit 2019 für eine gemischte Welterbestätte. Eine wichtige Voraussetzung sei der durchgängige Schutz. Diesem sei man in den vergangenen Wochen mit der Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument auch in Mecklenburg-Vorpommern ein großes Stück nähergekommen. Diese Ausweisung habe laut Geidezis lange ausgestanden.
Lebensräume und Gedächtnislandschaft auf knapp 1400 Kilometern
Entlang der ehemaligen Grenze haben sich über Jahrzehnte Moore, Wiesen und Heidelandschaften gehalten, da sie vor intensiver Landwirtschaft und Bebauung geschützt waren. Nach Angaben des BUND konnten sich dort Lebensräume für zahlreiche seltene und bedrohte Arten wie Luchs, Braunkehlchen, Schwarzstorch, Moorfrösche und Blauschillernde Feuerfalter nahezu ungestört entwickeln.
Zugleich handle es sich um eine Gedächtnislandschaft: Grenztürme, Kolonnenwege und Reste der Sperranlagen erinnerten an die deutsch-deutsche Teilung von 1949 bis 1990. Naturschutz und Zeitgeschichte seien damit entlang der knapp 1400 Kilometer gleichermaßen erfahrbar.
Veranstaltungen in Bremen und entlang des Grünen Bandes
BUND und Deutscher Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begleiten den Prozess der geplanten Nominierung mit Veranstaltungen. Dabei kämen Naturschützer*innen, Historiker*innen und Kulturschaffende zusammen, Gruppen, die sonst selten miteinander ins Gespräch kämen. Ziel sei es, den Natur- und Kulturraum Grünes Band als gemeinsames, weltweit einmaliges Erbe sichtbar zu machen.
Auf der zentralen Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen vom 2. bis 4. Oktober informieren ein Stand und eine Lesung zum Thema. Begleitet werden sie von Livemusik, Filmsequenzen sowie aktuellen und historischen Fotos.
Der BUND-Aktionstag Grünes Band findet jährlich am 3. Oktober statt. Zahlreiche BUND-Gruppen und Aktive laden an der Elbe, in der Altmark, im Harz, im Thüringer Schiefergebirge und an der bayerisch-tschechischen Grenze zu Information, Austausch und Erlebnissen am Grünen Band ein.
Dieser Text beruht auf einer Pressemitteilung des BUNDs vom 01.10.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI redaktionell aufgearbeitet.












