Landwirtschaft

Definition: Was bedeutet Landwirtschaft?

Landwirtschaft bezeichnet die planmäßige Nutzung von Boden, Pflanzen und Tieren zur Erzeugung von Nahrungsmitteln, Futtermitteln, Rohstoffen und Energie. Zu ihr gehören Ackerbau, Grünlandnutzung, Tierhaltung, Obstbau, Gemüsebau, Weinbau und weitere spezialisierte Betriebsformen.

Landwirtschaft versorgt die Bevölkerung mit Lebensmitteln und prägt große Teile der Landschaft. Sie ist gleichzeitig eng von Boden, Wasser, Klima, Bestäubung und biologischer Vielfalt abhängig.

Landwirtschaft: Vater mit Sohn inmitten von Vieh
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Die Art der Bewirtschaftung beeinflusst Umwelt und Natur erheblich. Landwirtschaft kann Böden erhalten, Lebensräume schaffen und regionale Kreisläufe fördern. Intensive Nutzung kann jedoch Erosion, Nährstoffüberschüsse, Wasserbelastung, Treibhausgasemissionen und Artenverlust verursachen.

Entwicklung der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft entstand, als Menschen begannen, Pflanzen gezielt anzubauen und Tiere zu halten. Dadurch wurden dauerhafte Siedlungen und größere Bevölkerungen möglich.

Über Jahrtausende entwickelten sich regionale Nutzpflanzen, Tierrassen und Bewirtschaftungssysteme.

Frühe Landwirtschaft

Frühe Ackerbaugesellschaften bauten Getreide, Hülsenfrüchte und andere Kulturpflanzen an. Tiere lieferten Fleisch, Milch, Wolle, Zugkraft und Dünger.

Erträge waren stark von Wetter, Bodenfruchtbarkeit und menschlicher Arbeitskraft abhängig.

Mechanisierung

Traktoren, Erntemaschinen und Melktechnik verringerten den Arbeitsaufwand und erhöhten die bewirtschaftbare Fläche.

Schwere Maschinen können jedoch Bodenverdichtung verursachen, besonders bei ungünstiger Feuchtigkeit.

Mineraldünger und Pflanzenschutz

Mineralische Dünger stellen Nährstoffe in konzentrierter Form bereit. Pflanzenschutzmittel begrenzen Unkräuter, Krankheiten und Schädlinge.

Beide ermöglichten hohe Ertragssteigerungen, führten bei unsachgemäßem Einsatz aber zu Umweltbelastungen.

Formen der Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Betriebe unterscheiden sich nach Standort, Größe, Produktionsrichtung und Intensität.

Ackerbau

Ackerbau nutzt regelmäßig bearbeitete Flächen für Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und andere Kulturen.

Fruchtfolge, Bodenbearbeitung und Düngung bestimmen Ertrag und Umweltwirkung.

Grünlandwirtschaft

Wiesen und Weiden liefern Futter für Rinder, Schafe und andere Tiere.

Dauergrünland schützt Böden vor Erosion und speichert häufig viel Kohlenstoff.

Obst- und Gemüsebau

Obst und Gemüse werden im Freiland oder in Gewächshäusern angebaut.

Bewässerung, Pflanzenschutz und hoher Arbeitsaufwand spielen eine wichtige Rolle.

Tierhaltung

Tierhaltung erzeugt Fleisch, Milch, Eier, Wolle und andere Produkte.

Haltungsbedingungen, Fütterung, Tiergesundheit und Nährstoffkreisläufe beeinflussen Nachhaltigkeit und Tierwohl.

Boden als Produktionsgrundlage

Fruchtbare Böden speichern Wasser und Nährstoffe, bieten Wurzeln Halt und beherbergen zahlreiche Organismen.

Boden entsteht sehr langsam und ist in menschlichen Zeiträumen nur begrenzt erneuerbar.

Bodenstruktur

Eine stabile Krümelstruktur ermöglicht Luftaustausch, Wasseraufnahme und Wurzelwachstum.

Humus, Wurzeln, Regenwürmer und Mikroorganismen tragen zur Bildung von Bodenaggregaten bei.

Bodenverdichtung

Schwere Maschinen pressen Poren zusammen. Wasser versickert langsamer und Wurzeln dringen schlechter in tiefere Schichten ein.

Eine angepasste Bereifung, geringere Achslasten und das Vermeiden nasser Befahrung reduzieren Schäden.

Bodenerosion

Wind und Wasser tragen fruchtbaren Oberboden ab. Besonders gefährdet sind unbedeckte Flächen und Hanglagen.

Zwischenfrüchte, Hecken, Mulch und eine Bearbeitung quer zum Hang verringern den Abtrag.

Humus und Bodenfruchtbarkeit

Humus besteht aus abgestorbener und umgewandelter organischer Substanz. Er verbessert Wasserhaltevermögen, Nährstoffspeicherung und Bodenstruktur.

Humusaufbau

Zwischenfrüchte, Erntereste, Mist und Kompost liefern organisches Material.

Auch mehrjährige Kulturen und vielfältige Fruchtfolgen fördern den Humusgehalt.

Humusverlust

Intensive Bodenbearbeitung, Erosion und geringe organische Einträge beschleunigen den Abbau.

Dabei wird Kohlenstoff als Kohlendioxid freigesetzt, und die Bodenfruchtbarkeit sinkt.

Nährstoffe

Pflanzen benötigen Stickstoff, Phosphor, Kalium und weitere Nährstoffe. Ernten entziehen dem Boden einen Teil dieser Stoffe.

Düngung gleicht die Entnahme aus, muss aber an den Pflanzenbedarf angepasst werden.

Stickstoff

Stickstoff fördert Blattwachstum und Eiweißbildung. Er wird als Mineral- oder Wirtschaftsdünger ausgebracht.

Überschüsse können als Nitrat ausgewaschen oder als Ammoniak und Lachgas freigesetzt werden.

Phosphor

Phosphor ist wichtig für Energieübertragung, Wurzelbildung und Ertrag.

Er bindet stärker an Böden, gelangt aber durch Erosion in Gewässer und fördert dort Eutrophierung.

Kalium

Kalium beeinflusst Wasserhaushalt, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von Pflanzen.

Auch dieser Nährstoff muss bedarfsgerecht eingesetzt werden, um Verluste und unnötigen Rohstoffverbrauch zu vermeiden.

Mineraldünger

Mineraldünger liefern Nährstoffe in konzentrierter und häufig schnell verfügbarer Form.

Herstellung

Die Herstellung von Stickstoffdünger benötigt große Energiemengen. Häufig wird Erdgas als Energiequelle und Rohstoff genutzt.

Phosphor- und Kalidünger stammen aus mineralischen Lagerstätten.

Überdüngung

Werden mehr Nährstoffe ausgebracht, als Pflanzen aufnehmen, entstehen Verluste.

Grundwasser, Oberflächengewässer, Luft und empfindliche Lebensräume werden belastet.

Organische Düngung

Mist, Gülle, Kompost und Gärreste liefern Nährstoffe und organische Substanz.

Gülle

Gülle enthält Kot, Urin, Wasser und Nährstoffe. Sie fällt vor allem in der Tierhaltung an.

Eine emissionsarme Lagerung und bodennahe Ausbringung reduzieren Ammoniakverluste.

Mist

Mist besteht aus tierischen Ausscheidungen und Einstreu. Er liefert organische Substanz und verbessert den Humushaushalt.

Auch Mist muss bedarfsgerecht eingesetzt und vor Nährstoffverlusten geschützt gelagert werden.

Kompost

Kompost enthält stabilisierte organische Substanz und Nährstoffe.

Er verbessert Böden, kann bei zu hohen Mengen aber zu Phosphoranreicherung führen.

Fruchtfolge

Fruchtfolge bezeichnet den zeitlichen Wechsel verschiedener Kulturen auf einer Fläche.

Unterbrechung von Krankheiten

Viele Schädlinge und Krankheitserreger sind an bestimmte Pflanzenarten gebunden.

Ein Kulturwechsel unterbricht ihre Entwicklung und verringert den Pflanzenschutzbedarf.

Nährstoffnutzung

Flach- und tiefwurzelnde Pflanzen erschließen unterschiedliche Bodenschichten.

Leguminosen binden mithilfe von Bakterien Luftstickstoff und verbessern die Versorgung nachfolgender Kulturen.

Bodenstruktur

Unterschiedliche Wurzelsysteme lockern und stabilisieren den Boden.

Vielfältige Fruchtfolgen erhöhen die biologische Aktivität.

Zwischenfrüchte

Zwischenfrüchte wachsen zwischen zwei Hauptkulturen. Sie bedecken den Boden und nehmen verfügbare Nährstoffe auf.

Erosionsschutz

Blätter bremsen Regentropfen, während Wurzeln den Boden festhalten.

Oberflächenabfluss und Bodenabtrag werden reduziert.

Nährstoffbindung

Zwischenfrüchte nehmen Stickstoff auf, der sonst ausgewaschen werden könnte.

Nach dem Absterben werden die Nährstoffe teilweise für die Folgekultur verfügbar.

Biodiversität

Blühende Zwischenfrüchte bieten Nahrung für Insekten.

Der ökologische Nutzen hängt von Artenmischung, Blühzeit und Bewirtschaftung ab.

Pflanzenschutz

Nutzpflanzen konkurrieren mit Wildpflanzen und werden von Pilzen, Insekten und anderen Organismen befallen.

Pflanzenschutz umfasst vorbeugende, biologische, mechanische und chemische Maßnahmen.

Herbizide

Herbizide bekämpfen unerwünschte Pflanzen. Sie erleichtern die Kulturführung, verringern aber die Vielfalt von Ackerwildkräutern.

Abdrift und Abschwemmung können angrenzende Lebensräume belasten.

Fungizide

Fungizide wirken gegen Pilzkrankheiten. Feuchte Witterung und dichte Bestände erhöhen häufig den Befallsdruck.

Resistenzen können entstehen, wenn Wirkstoffe zu häufig eingesetzt werden.

Insektizide

Insektizide bekämpfen schädliche Insekten. Sie können auch Bestäuber und natürliche Gegenspieler treffen.

Gezielte Anwendung und alternative Verfahren reduzieren Nebenwirkungen.

Integrierter Pflanzenschutz

Der integrierte Pflanzenschutz kombiniert verschiedene Verfahren und setzt chemische Mittel nur ein, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.

Vorbeugung

Fruchtfolge, robuste Sorten und angepasste Aussaatzeiten begrenzen Krankheiten und Schädlinge.

Gesunde Böden und ausgewogene Düngung stärken Pflanzen.

Bestandsüberwachung

Felder werden regelmäßig kontrolliert. Bekämpfung erfolgt erst ab bestimmten Schadschwellen.

Dadurch werden unnötige Behandlungen vermieden.

Biologische Bekämpfung

Nützlinge wie Marienkäfer, Raubmilben oder Schlupfwespen regulieren Schädlinge.

Hecken, Blühstreifen und Rückzugsräume fördern ihre Bestände.

Bewässerung

Bewässerung gleicht unzureichenden Niederschlag aus. Sie ist besonders im Gemüsebau und in trockenen Regionen wichtig.

Beregnung

Beregnungsanlagen verteilen Wasser über die Pflanzen. Ein Teil verdunstet oder wird vom Wind verweht.

Nacht- und Morgenstunden verringern Verluste.

Tropfbewässerung

Tropfschläuche bringen Wasser gezielt an die Wurzeln.

Das Verfahren ist effizient, benötigt aber Leitungen, Filter und Wartung.

Wasserknappheit

Hohe Entnahmen senken Grundwasserstände und beeinträchtigen Flüsse sowie Feuchtgebiete.

Regionale Wassernutzung muss Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung, Industrie und Naturschutz gemeinsam berücksichtigen.

Tierhaltung

Tierhaltung nutzt Pflanzen und Nebenprodukte zur Erzeugung tierischer Lebensmittel.

Rinderhaltung

Rinder verwerten Gras und andere faserreiche Pflanzen. Wiederkäuer setzen bei der Verdauung Methan frei.

Weidehaltung kann Grünland erhalten, während hohe Tierzahlen Nährstoffüberschüsse verursachen.

Schweine- und Geflügelhaltung

Schweine und Geflügel werden häufig mit Getreide und eiweißreichen Futtermitteln gefüttert.

Große Bestände benötigen umfangreiche Futterimporte und erzeugen konzentrierte Wirtschaftsdüngermengen.

Tierwohl

Tiergerechte Haltung ermöglicht Bewegung, Ruhe, Sozialverhalten und Beschäftigung.

Zucht auf hohe Leistung, Platzmangel und ungeeignete Stallbedingungen können Krankheiten und Verhaltensstörungen fördern.

Futtermittel

Tierhaltung benötigt Gras, Getreide, Mais, Soja und Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie.

Sojaimporte

Soja ist eiweißreich und wird in großen Mengen als Futtermittel eingesetzt.

Der Anbau kann in Herkunftsländern mit Entwaldung, Pestiziden und Flächenkonkurrenz verbunden sein.

Regionale Futterkreisläufe

Futter aus der eigenen Region verringert Transport und erleichtert die Abstimmung von Tierbestand und Fläche.

Leguminosen wie Erbsen, Bohnen und Lupinen können importiertes Eiweiß teilweise ersetzen.

Landwirtschaft und Wasser

Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Bodenpartikel gelangen durch Auswaschung, Abdrift und Erosion in Gewässer.

Nitrat im Grundwasser

Nitrat ist gut wasserlöslich und bewegt sich mit dem Sickerwasser.

Hohe Konzentrationen erschweren die Trinkwassergewinnung.

Phosphor in Oberflächengewässern

Phosphor wird häufig mit Bodenpartikeln abgeschwemmt.

In Seen und Flüssen fördert er Algenwachstum und Sauerstoffmangel.

Gewässerrandstreifen

Unbewirtschaftete oder extensiv genutzte Randstreifen fangen Sedimente und Nährstoffe ab.

Sie bieten zugleich Lebensraum und Wanderkorridore.

Landwirtschaft und Klima

Landwirtschaft verursacht Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Gleichzeitig ist sie stark von Klimaveränderungen betroffen.

Lachgas

Lachgas entsteht bei mikrobiellen Stickstoffumwandlungen im Boden.

Hohe Düngung und nasse Bedingungen erhöhen die Emissionen.

Methan

Methan stammt vor allem aus der Verdauung von Wiederkäuern und der Lagerung flüssiger Wirtschaftsdünger.

Abgedeckte Lager und Biogasanlagen können einen Teil der Emissionen reduzieren.

Kohlendioxid

Maschinen, Trocknung, Heizung und Herstellung von Betriebsmitteln verursachen Kohlendioxidemissionen.

Entwässerte Moore und Humusverlust setzen zusätzlich Bodenkohlenstoff frei.

Folgen des Klimawandels

Hitzewellen, Trockenheit, Starkregen und neue Schadorganismen verändern die Produktionsbedingungen.

Ertragsschwankungen

Trockenheit während Blüte oder Kornfüllung kann starke Ernteverluste verursachen.

Starkregen erschwert Befahrung und schädigt Pflanzen.

Neue Schädlinge

Milde Winter ermöglichen manchen Arten ein häufigeres Überleben.

Wärmeliebende Schädlinge und Krankheitserreger breiten sich in neue Regionen aus.

Anpassung

Robuste Sorten, vielfältige Fruchtfolgen und verbesserte Wasserspeicherung erhöhen die Widerstandsfähigkeit.

Keine einzelne Maßnahme kann sämtliche Risiken ausgleichen.

Landwirtschaft und Artenvielfalt

Agrarlandschaften können zahlreiche Arten beherbergen, wenn unterschiedliche Strukturen und extensive Flächen vorhanden sind.

Feldvögel

Feldvögel benötigen offene Flächen, Insekten, Samen und ungestörte Brutplätze.

Dichte Bestände, frühe Ernte und fehlende Brachen verringern geeignete Lebensräume.

Bestäuber

Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge bestäuben Wild- und Kulturpflanzen.

Blühflächen, Hecken und ein verringerter Pestizideinsatz fördern ihre Bestände.

Ackerwildkräuter

Ackerwildkräuter sind an traditionelle Bewirtschaftung angepasst.

Herbizide, Saatgutreinigung und dichte Kulturen haben viele Arten selten gemacht.

Ökologischer Landbau

Der ökologische Landbau verzichtet weitgehend auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche mineralische Stickstoffdünger.

Nährstoffkreisläufe

Leguminosen, Mist, Kompost und vielfältige Fruchtfolgen sichern die Nährstoffversorgung.

Tierzahl und Fläche sollen stärker miteinander verbunden sein.

Mechanische Unkrautkontrolle

Hacken, Striegeln und Fruchtfolge ersetzen einen Teil der Herbizide.

Die Verfahren benötigen geeignete Witterung und können zusätzliche Bodenbearbeitung verursachen.

Erträge

Die Erträge liegen je nach Kultur und Standort häufig unter denen intensiver konventioneller Systeme.

Umweltvorteile pro Fläche müssen deshalb gemeinsam mit Flächenbedarf und Konsummustern betrachtet werden.

Präzisionslandwirtschaft

Präzisionslandwirtschaft nutzt Sensoren, Satellitendaten und digitale Steuerung, um Betriebsmittel gezielt einzusetzen.

Teilflächenspezifische Düngung

Boden und Pflanzenbestand unterscheiden sich innerhalb eines Feldes.

Variable Ausbringung passt Düngermengen an lokale Bedingungen an.

Automatische Lenksysteme

Satellitengestützte Technik verhindert Überlappungen bei Saat, Düngung und Pflanzenschutz.

Dadurch sinken Betriebsmittelverbrauch und Bodenbelastung.

Grenzen der Digitalisierung

Technik benötigt Energie, Rohstoffe, Daten und Fachwissen.

Hohe Investitionskosten können kleinere Betriebe benachteiligen.

Agroforstwirtschaft

Agroforstsysteme verbinden Bäume oder Sträucher mit Ackerbau oder Tierhaltung.

Wind- und Erosionsschutz

Baumreihen bremsen Wind und verringern Bodenabtrag.

Wurzeln stabilisieren Böden und erschließen tiefere Nährstoff- und Wasservorräte.

Zusätzliche Produkte

Bäume liefern Holz, Früchte oder Nüsse.

Die Kombination verteilt wirtschaftliche Risiken und erhöht strukturelle Vielfalt.

Wirtschaftliche Bedingungen

Landwirtschaftliche Betriebe sind von Preisen, Wetter, politischen Vorgaben und Betriebsmittelkosten abhängig.

Marktpreise

Schwankende Preise erschweren langfristige Planung.

Hoher Kostendruck kann zu Intensivierung und Betriebswachstum führen.

Förderung

Öffentliche Zahlungen unterstützen Einkommen und Umweltleistungen.

Die Ausgestaltung beeinflusst Flächennutzung, Artenvielfalt und Betriebsstrukturen.

Regionale Verarbeitung

Mühlen, Molkereien, Schlachthöfe und Vermarktungseinrichtungen schaffen regionale Wertschöpfung.

Lange Transportwege und Abhängigkeit von wenigen Abnehmern können dadurch sinken.

Soziale Bedeutung

Landwirtschaft prägt ländliche Räume, Arbeitsplätze und kulturelle Traditionen.

Betriebsnachfolge

Viele Betriebe benötigen eine neue Generation zur Weiterführung.

Hohe Investitionen, Arbeitsbelastung und unsichere Einkommen erschweren die Nachfolge.

Arbeitsbedingungen

Saisonarbeit, Tierbetreuung und Erntezeiten führen zu hoher zeitlicher Belastung.

Faire Löhne, Arbeitsschutz und angemessene Unterbringung sind auch bei Beschäftigten aus anderen Ländern wichtig.

Nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige Landwirtschaft soll Lebensmittel erzeugen, ohne Böden, Wasser, Klima und biologische Vielfalt dauerhaft zu schädigen.

Geschlossene Kreisläufe

Nährstoffe und organische Stoffe sollen möglichst regional zurückgeführt werden.

Tierbestände müssen zur verfügbaren Fläche passen.

Vielfältige Systeme

Mischkulturen, Fruchtfolgen, Agroforst und Landschaftselemente erhöhen die Vielfalt.

Dadurch sinkt die Abhängigkeit von einzelnen Kulturen und Betriebsmitteln.

Bedarfsgerechte Produktion

Eine Verringerung von Lebensmittelverlusten und besonders flächenintensivem Konsum entlastet Landwirtschaft und Natur.

Nachhaltigkeit betrifft deshalb nicht nur die Produktion, sondern das gesamte Ernährungssystem.

Zusammenfassung

Landwirtschaft erzeugt Nahrungsmittel, Futtermittel und Rohstoffe und prägt große Teile der Landschaft. Ihre wichtigste Grundlage sind fruchtbare Böden, Wasser, Klima und biologische Vielfalt.

Düngung, Pflanzenschutz, Tierhaltung und intensive Bodenbearbeitung können hohe Erträge ermöglichen, aber auch Umweltbelastungen verursachen. Nachhaltige Landwirtschaft verbindet Bodenschutz, vielfältige Fruchtfolgen, angepasste Tierbestände, effiziente Wassernutzung und den Schutz von Lebensräumen. Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen entscheiden wesentlich darüber, wie umweltverträglich landwirtschaftliche Betriebe arbeiten können.